Die Bielefelder Maria 2.0-Gruppe (v.l.) Christine Kuberski, Maria Bonse, Elisabeth Niehaus, Barbara Erdmeier und Ruth Tegeder. - © Sarah Jonek Fotografie
Die Bielefelder Maria 2.0-Gruppe (v.l.) Christine Kuberski, Maria Bonse, Elisabeth Niehaus, Barbara Erdmeier und Ruth Tegeder. | © Sarah Jonek Fotografie

NW Plus Logo Besondere Aktion Bielefelder Katholikinnen protestieren: "Ich schäme mich für meine Kirche"

Die Bielefelder Maria 2.0-Gruppe zeigt mit einer Aktion, dass bei der Kirche vieles in Scherben liegt - aber dass sie die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat.

Eike J. Horstmann

Bielefeld. Mit ihren Aktionen waren sie bislang immer vor den Toren der katholischen Gotteshäuser geblieben. Bei der „Feuer und Flamme“-Andacht beteten die Frauen der Bielefelder Maria 2.0-Gruppe vor der Kirche zum Thema Macht und Ohnmacht, mit dem auf große Regenbogenfahnen gedruckten Slogan „Mein Gott liebt jeden Menschen“ demonstrierten sie gegen das Segnungsverbot für gleichgeschlechtliche Paare und ihre Vision von einer Kirche der Zukunft schlugen sie als Thesen an die Türen von acht Bielefelder Kirchen.

Jetzt haben Maria Bonse, Barbara Erdmeier, Elisabeth Niehaus, Christine Kuberski und Ruth Tegeder erstmals ihren Protest in die Kirchen hinein getragen. Nach der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie von München-Freising, der darauf folgenden, höchst umstrittenen Reaktion des emeritierten Papstes Benedikt XVI. und auch als Reaktion auf die Initiative #outinchurch zeigen sie mit einer Aktion in drei Bielefelder Gotteshäusern symbolisch auf, dass in der Römisch-Katholischen Kirche derzeit vieles in Scherben liegt – und dass es dringenden Handlungsbedarf gibt.

Die Form ihrer Aktion ist bewusst gewählt und ausdrucksstark. Zerschlagener Ton liegt auf dem Boden der Schildescher Kirche Johannes-Baptist, in Christ-König in Dornberg und in der Jodokus-Kirche am Klosterplatz. Zudem zeigen darauf geschriebene Stichwörter und kurze Sätze auf, woran es nach Meinung der Maria 2.0-Gruppe derzeit scheitert oder woran schnell gearbeitet werden muss. „Menschenwürde, Sexualmoral“ ist da zu lesen, „Glaubwürdigkeit des Vatikan“ und auf der größten Scherbe „Ich schäme mich für meine Kirche“.

"Ohne Hoffnung könnten wir gleich austreten"

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