Sandra Lahlou (r.) aus der Elternschaft der Südschule hat sich spontan zur Testhelferin ausbilden lassen, entlastet damit andere Eltern, die Schulleitung und die Lehrer. - © Foto: Andreas Zobe/NW
Sandra Lahlou (r.) aus der Elternschaft der Südschule hat sich spontan zur Testhelferin ausbilden lassen, entlastet damit andere Eltern, die Schulleitung und die Lehrer. | © Foto: Andreas Zobe/NW

NW Plus Logo Corona an Bielefelder Schulen Coronatest-Chaos an Bielefelder Schulen: „So kann es nicht weitergehen“

Schulleiter und Eltern geben alles, um trotz Omikron den Laden am Laufen zu halten. Und selbst das reicht nicht mehr aus.

Ivonne Michel

Bielefeld. Geschockte, fassungslose und wütende Eltern und Grundschulleitungen nach den kurzfristigen Änderungen zum Testverfahren aus dem Schulministerium vergangene Woche, erste Schulen, die jetzt wegen Ausfällen im Kollegium den Unterricht nicht mehr sicherstellen können, verzweifelte Familien, die noch spät abends, nach einem positiven Pooltest der Klasse, einen offiziellen Testtermin für ihr Kind zu ergattern versuchen, Turnhallen, die aus der Not heraus in Teststationen umfunktioniert werden: Die Situation, nicht nur an den Grundschulen, hat sich zugespitzt. „So kann es nicht weitergehen“, ist überall Tenor. In der Grundschule Ummeln und auch an der Sekundarschule Königsbrügge sind so viele Kollegen positiv, dass Stunden ausfallen und mehrere Klassen bis auf Weiteres zuhause bleiben müssen. Aufgrund von Personalknappheit und instabiler Internetverbindung sei auch Distanzunterricht nur eingeschränkt möglich, teilen die Schulleitungen mit. Der Pooltest sei positiv, aber keiner der Einzel-Schnelltests, den die Schüler der Klasse an den folgenden beiden Tagen gemacht haben, berichten gleich mehrere Bielefelder Grundschulen. Mit dieser Unsicherheit im Nacken sei entspannter Unterricht für alle kaum möglich.

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