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Bereits im Herbst drohte der Abschuss der gesamten Mufflonherde. - © Ludger Büskens
Bereits im Herbst drohte der Abschuss der gesamten Mufflonherde. | © Ludger Büskens
Bielefeld

Stadt Bielefeld verbietet Total-Abschuss der Mufflonherde

Werden die Tiere im Teuto getötet? Diese Frage beschäftigt viele. Nun gibt es eine neue Wendung: Antrag zum Abschuss abgelehnt - und das überraschend eindeutig.

Dennis Rother
30.07.2021 | Stand 30.07.2021, 12:28 Uhr

Bielefeld. Werden Bielefelds Mufflons getötet? Diese Frage beschäftigte in den vergangenen Monaten und Jahren viele - sogar bundesweit machte die Geschichte jüngst Schlagzeilen: Die taz berichtete. Es gab OWL-weit bereits Debatten und eine Petition mit 130.000 Unterschriften. Jüngst wurde noch berichtet, dass der Abschuss schon für Herbst 2021 terminiert werden könnte. Nun gibt es Neues von der Stadtverwaltung: eine überraschend eindeutige Pressemitteilung.

"Nachdem der Totalabschuss der Mufflonherde im Teutoburger Wald vom Jagdausübungsberechtigten der Klasingschen Stiftung beantragt worden war, hat die Stadt Bielefeld das Revier der Stiftung erneut auf Verbissschäden untersucht", heißt es in der Erklärung vom Freitag, 30. Juli.

"Antrag nicht stattgegeben"

Insbesondere Fichten und Eschen seien in der Vergangenheit von den Mufflons beschädigt worden. Aktuell seien Fichten und Eschen jedoch dem Klimawandel, dem Borkenkäfer und dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen.

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"Das Revier der Stiftung unterscheidet sich insoweit nicht von Waldbeständen, in denen das Muffelwild nicht unterwegs ist. Daher wurde dem Antrag auf Abschuss aller Mufflons nicht stattgegeben."

Stattdessen sei der Stiftung angeboten worden, im Rahmen eines weiteren Gutachtens die Schadenssituation zu betrachten und dann erneut über den Abschlussplan zu entscheiden, so die Stadt abschließend.

Hintergrund: Stadt verliert Prozess: Mufflon-Abschuss droht (Mai 2021)

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