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Gewaltige Wassermassen walzen ganze Ortschaften nieder - Bilder wie dieses gehen derzeit um die Welt. - © Reuters
Gewaltige Wassermassen walzen ganze Ortschaften nieder - Bilder wie dieses gehen derzeit um die Welt. | © Reuters
Flutkatastrophe

Ralph Ruthe: "Genau jetzt muss man die Klimakrise thematisieren"

Nicht trotz, sondern wegen der Toten muss Umweltpolitik jetzt in den Fokus, findet der Bielefelder. Für einen Cartoon auf Facebook kassiert er deutliche Kritik.

Dennis Rother
16.07.2021 | Stand 16.07.2021, 16:06 Uhr

Bielefeld. Die Flutkatastrophe in Deutschland macht derzeit international Schlagzeilen. Erschreckende Bilder aus dem Notstandsgebiet gibt es auf nahezu allen TV-Kanälen zu sehen, die Zahl der Toten steigt. Auch im Internet machen kaum fassbare Videos von davonschwimmenden Autos, zerstörten Häusern sowie gefluteten Dörfern die Runde.

Auch Ralph Ruthe verfolgt die brisante Lage - nicht zuletzt weil Verwandte von ihm in der Nähe von Gerolstein leben, wie er auf Twitter mitteilt. Der renommierte Bielefelder Cartoonist, Comiczeichner und Autor - mittlerweile auch mit eigenem Podcast - nutzt seine Reichweite im Netz nun aber auch für einen besonderen Appell.

Er postete zunächst dieses Video auf Facebook:

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Daraufhin meldete sich ein User mit deutlichen Worten: "Verdammt, hältst du das jetzt für den passenden Zeitpunkt? Ich glaube, du könntest deine Reichweite jetzt gerade, wo die Not so groß ist, besser nutzen. Die Diskussion zum Klima muss geführt werden, aber verdammt nochmal nicht heute, wo noch nicht einmal alle Toten geborgen sind."

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Ruthe antwortete prompt: "Der Zeitpunkt ist mehr als ideal (...). Wenn nicht jetzt die politischen Entscheidungen getroffen werden, um die Klimakrise einzudämmen, werden die Wetterextreme nur noch mehr zunehmen und noch mehr Menschen werden sterben. Ich gehe davon aus, dass du das nicht möchtest.

Deine Aussage ist das Äquivalent zu den "Lasst uns jetzt nicht über Waffengesetze reden"-Statements amerikanischer Politiker, nachdem wieder jemand mit einem Gewehr Amok gelaufen ist. In Wirklichkeit wird versucht, mit Betroffenheit von den Ursachen der Katastrophe abzulenken. Damit ist niemandem geholfen."

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Auf Twitter ergänzte Ruthe schließlich noch: "Verwandte leben in Gerolstein, ich hab direkten Bezug zu den Ereignissen. Das Erlebte, was sie uns schildern, klingt dystopisch. Genau jetzt muss man die Klimakrise thematisieren. Nicht trotz, sondern wegen der Toten. Lasst euch nicht einreden, es sei der falsche Zeitpunkt."

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