"Ich bin schwarz, aber gar lieblich" aus dem "Hohelied" steht auf der Rückseite des Kreuzes von Fatuma. - © Kurt Ehmke
"Ich bin schwarz, aber gar lieblich" aus dem "Hohelied" steht auf der Rückseite des Kreuzes von Fatuma. | © Kurt Ehmke
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"Ich bin schwarz, aber gar lieblich": Irritierendes Kreuz auf Bielefelder Friedhof

Befremdlich wirken die Kreuze auf den Gräbern zweier Kindern aus Afrika. Als Akt der Befreiung wurden sie nach Bielefeld gebracht - und starben wenige Jahre später.

Kurt Ehmke

Bielefeld. Steinern wirken sie, die beiden Holzkreuze unter mächtigen Bäumen auf dem Zionsfriedhof in Bethel. „Ich bin schwarz, aber gar lieblich", steht auf einem der beiden irritierenden Kreuzen. Irritierend, weil hier Fatuma und Kali-All liegen, Kinder mit afrikanischen Namen, gestorben 1895 und 1893. Afrikanische Kinder, die von einem Missionar 1891 nach Bielefeld gebracht wurden, nach Bethel, vermeintlich als Akt der Befreiung aus einem Umfeld der Sklaverei. Eine gute, christlich motivierte Umgebung sollte sie prägen. Die Kinder aber starben...

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