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Die Schüco-Arena wird zur großen Bühne - diesmal nicht für Fußballer. - © Sarah Jonek
Die Schüco-Arena wird zur großen Bühne - diesmal nicht für Fußballer. | © Sarah Jonek
Bielefeld

Stadionkonzert: Arminias Schüco-Arena wird zur großen Bühne

Rock, Pop und Schlagerkult: Jetzt gibt es in der Corona-Pandemie an dem Ort, an dem sonst Bundesliga-Fußball gespielt wird, außergewöhnliche Auftritte.

Heimo Stefula
25.04.2021 | Stand 24.04.2021, 13:00 Uhr

Bielefeld. Lang brauchte Mareike Wegener vom Organisationsteam der Initiative „Kulturcookies" nicht an die Stadionpforte klopfen. Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer öffnete bereitwillig seine Schüco-Arena, die als Kulisse für die Aufzeichnung mehrerer Auftritte namhafter Bielefelder Musiker herhalten sollte.

Seine Bereitschaft und Offenherzigkeit erklärt er in einem kurzen Interview: „Wir müssen in diesen Zeiten stärker zusammenrücken. In der Vita unseres Clubs stehen Fußballkultur und Soziales, da ist also der Begriff ’Kultur‘ drin". Kultur und Sport haben Gemeinsamkeiten: eine besondere Live-Atmosphäre, anfeuern und Applaus, La-Ola-Welle, leuchtende Feuerzeuge – und Gänsehautmomente. Noch eine Gemeinsamkeit gibt Rahel Neufeld vom Hauptsponsor Sparkasse zum Besten: „Arminia und die bunte Kulturszene will man beides nicht vermissen".

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Abschlussevent auf besonderer Bühne

Die „Kulturcookies" blicken auf erfolgreiche fünf Monate zurück. 56 Kulturveranstaltungen mit über 150 Künstlern stellten sie auf die Beine, darunter auch Lesungen, Puppentheater, Comedy und Überraschungskonzerte. Zudem verkauften sie mit den Bäckereien Lechtermann und Pollmeier über 9.000 Kulturkekse zugunsten der gebeutelten lokalen Kulturszene.

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Das Abschlussevent in der Schüco-Arena, das Kulturheimspiel, ist das große Finale der Cookie-Initiative. Am Sonntag, 25. April, wird das Heimspiel um 17 Uhr auf der Seite www.kulturcookies.de angepfiffen. Aufs Spielfeld laufen werden die Kinderzimmer-Punks von Randale mit dem „Special Guest" Lohmann, das Kozma Orkestar, das mit tanzbaren und rhythmischen Balkan-Beats und Gypsy-Klängen aufwarten wird, der Bielefelder Schlager-Barde Connor Meister präsentiert seine Fußballhymne „Wir sind da" als Opener.

"Bin Schlagersänger, gehöre aber trotzdem zur Kultur"

Bianca Shomburg und J.P. Fair sorgen für kuschelige Momente im Stadion und der Profi-Kicker im Kader von Arminia Bielefeld, Anderson Lucoqui, hat nicht nur Schmackes im Fuß, sondern auch Hip Hop im Blut. Sein erster Song „Zeit" geht derzeit steil bei Spotify. „Luco war richtig aufgeregt bei den Dreharbeiten", verrät Mareike Wegener, im Hauptberuf Veranstaltungskauffrau bei „mss-audio", kein Wunder, war es doch der erste Auftritt mit Mikro für den 23-jährigen Abwehrspieler.

Und für Connor Meister („Ich bin zwar Schlagersänger, aber trotzdem gehöre ich zur Kultur") war es das erste Stadionkonzert, wenn auch ohne Zuschauer. Den Ballermann hatte er gemeinsam mit seinem „Best Buddie", DJ Stephen Murphy aus Brake, schon längst gerockt. Da hüpfen immer 1.000 Leute rum. Seine Arminia-Fußballhymne – Untertitel: schwarz weiß blau – wurde von Tom Marquardt produziert, der schon mit Frank Zander, Ross Anthony und, ja, dem Wendler gearbeitet hat.

Mareike verspricht für das etwa 90 minütige Musikspektakel – solange dauert ein Spiel auf der Alm nunmal – eine Überraschung am Schluss, verraten hat sie es nur hinter vorgehaltener Hand. Nur soviel: eine Drohne in dunkler Nacht wird eine Rolle spielen, noch eine Fußballhymne und, ganz sicher, ein Gänsehautmoment.

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