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- © Sarah Jonek (Archiv/Symbolbild)
| © Sarah Jonek (Archiv/Symbolbild)

Bielefeld Bemerkenswert: Bielefelder müssen im Schnee-Chaos Bushaltestellen räumen

Obwohl die Bürger viele Haltestellen hätten von Schnee befreien müssen, rückten die MoBiel-Mitarbeiter in den vergangenen Tagen mit Schaufeln und Streueimern aus - aus gutem Willen, aber auch aus Unwissenheit.

Eike J. Horstmann
18.02.2021 | Stand 18.02.2021, 17:43 Uhr

Bielefeld. Nach Tagen des Stillstandes ist bei MoBiel inzwischen fast wieder Normalität eingetreten. Lediglich die Buslinien 23, 28 und 29 fallen noch komplett aus, auf den Linien 25/26, 30, 31, 33, 34, 36, 51, 55, 58, 121, 123, 135 und 369 können aufgrund von engen Straßen und der dort noch liegenden Schneeberge einzelne Haltestellen noch nicht wieder wie gewohnt angefahren werden.

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Aufruf zum Schneeräumen - obwohl die Bürger sowieso mussten

Die Stadtbahnen waren durch den Frost eingefroren. - © Ralf Schönenberg
Die Stadtbahnen waren durch den Frost eingefroren. | © Ralf Schönenberg

Der Rest der rund 1.000 Haltestellen auf dem Stadtgebiet ist wieder erreichbar. Dies ist nicht zuletzt auch deshalb gelungen, weil MoBiel zusammen mit dem Winterdienst notfallmäßig Handkolonnen organisiert hatte, um Stichwege durch die Schneeberge graben zu lassen.

Außerdem hatten die Stadtwerke die Bürger aufgerufen, mit Schaufel und Streueimer mitzuhelfen – nicht wissend, dass die Bürger ohnehin an vielen Bushaltestellen für das Räumen und Streuen zuständig sind.

„An Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse sowie an Fußgängerüberwegen müssen die Gehwege so von Schnee frei gehalten und bei Glätte bestreut werden, dass ein möglichst gefahrloser Zu- und Abgang gewährleistet ist", heißt es in Paragraf 4 der Straßenreinigungssatzung der Stadt Bielefeld.

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Winterdienst wusste Bescheid, rückte aber trotzdem aus

„Dessen waren wir uns nicht gewahr", räumt MoBiel-Sprecherin Yvonne Liebold ein. Der Sondereinsatz der MoBiel-Mitarbeiter sei aber auch so unumgänglich gewesen. „Wir hatten schließlich ein großes Interesse daran, dass die Haltestellen geräumt wurden."

Der Winterdienst kannte den Wortlaut der Satzung genauer und wusste, dass eigentlich die Bürger den Schnee beseitigen mussten. Die Mitarbeiter rückten aber trotzdem mit aus. „Der Sachverhalt war uns bekannt", sagt die Sprecherin des Umweltbetriebes, Andrea Marten. „Es war von den Anliegern aber bei den Schneemassen nicht zu leisten, die Bushaltestellen zu räumen."

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