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Bielefeld

"Lebensgefahr": Bielefelder auf dem zugefrorenen Obersee

300 Wasserflächen in der Stadt sind derzeit mit Eis überzogen - und die tiefen Minusgrade halten an. Doch die Sicherheit der Schlinderer, Schlittschuhläufer und Eishockeyspieler ist trügerisch.

Dennis Rother
12.02.2021 | Stand 12.02.2021, 15:53 Uhr
Der See im Bürgerpark und der Obersee - beide zugefroren. - © Stefan Becker/Felix Boche
Der See im Bürgerpark und der Obersee - beide zugefroren. | © Stefan Becker/Felix Boche

Bielefeld. Bielefeld ist seit dem massiven Wintereinbruch am ersten Februar-Wochenende zugefroren. Die tiefen Minusgrade haben die Eisschicht auf dem Obersee sicher so dick anwachsen lassen, dass man darauf gehen kann - das dachten sich jetzt offenbar die ersten Bielefelder. Sie haben sich aufs Eis gewagt. Familien, einzelne Fußgänger, sogar Eishockeyspieler. Das ging gut. Auch auf dem See im Bürgerpark  im Bielefelder Westen sieht man erste Eisläufer. Die Stadt warnt nun eindringlich: "Betreten verboten! Lebensgefahr!"

"Der Frost der letzten Tage lässt die Oberflächen von Teichen, Tümpeln oder Seen in Bielefeld gefrieren und erste Eisschichten sind bereits zu sehen - auch in den nächsten Tagen wird es weiter frieren", heißt vom zuständigen Umweltamt. Das Eis auf den Wasserflächen dürfe allerdings nicht betreten werden.

Zum Thema: Wintereinbruch in Bielefeld: Die Stadtbahn fährt wieder - und die MoBiel-Kunden sind sauer

"Durch Bodenwärme, Strömungen, Zuflüsse, Gasbildung, dünn überfrorene Fischereilöcher oder Eisrisse kann es an verschiedenen Stellen eines Gewässers zu sehr unterschiedlichen Eisstärken kommen." Deshalb würden für die rund 300 Teichflächen in Bielefeld keine Eisflächen zum Betreten freigegeben.

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Unterkühlt und kollabiert - Feuerwehr gibt Notfall-Tipps

Das Umweltamt bittet ganz besonders Eltern, ihre Kinder auf die Gefahren hinzuweisen, da es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen auf vermeintlich zugefrorenen Wasserflächen gekommen ist.

Zum Thema: Bielefelderin sitzt nach Heizungsausfall in eisiger Kälte - und erlebt Schock ihres Lebens

Bei einem Einbruch in ein Gewässer besteht auch aus Sicht der Feuerwehr absolute Lebensgefahr. Es bestehe die Gefahr einer Unterkühlung mit Kreislaufkollaps - und dabei gelte : "je jünger und dünner, umso eher".

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Aufgrund der relativ großen Körperoberfläche im Vergleich zu Erwachsenen besteht bei Kindern besondere Gefahr. "Die niedrigen Wassertemperaturen können zu einem reflektorischen Herzstillstand, nachfolgend zum Sekunden Herztod führen", mahnt das Umweltamt.

Die Feuerwehr gibt Tipps, was man tun kann, wenn jemand ins Eis eingebrochen ist:

  • Sofort die „112" wählen und die Feuerwehr rufen.
  • Sich dem Eingebrochenen nur liegend mit möglichst großer Auflagefläche (Bretter, Leiter etc.) nähern.
  • Aufpassen, weil an der Einbruchstelle das Eis auch für die Helfer besonders brüchig ist.
  • Der eingebrochenen Person mit Abstand ein Rettungsgerät oder andere Gegenstände wie zum Beispiel einen dicken Ast, ein Abschleppseil oder ein Kleidungsstück reichen.
  • Bei Bedarf schon vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Herzdruckmassage beginnen.
  • Im Rahmen des Notrufs können Leitstellenmitarbeiter auch telefonisch Anleitungen geben.

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Feuerwehr Bielefeld warnt vor gefährlichen Dachlawinen

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