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Der Drive-In für Schnelltests am Lokschuppen hat nach nur wenigen Wochen wieder geschlossen. - © Symbolbild: Pixabay
Der Drive-In für Schnelltests am Lokschuppen hat nach nur wenigen Wochen wieder geschlossen. | © Symbolbild: Pixabay

Bielefeld Bielefelder haben kein Interesse mehr an Corona-Schnelltests

Seit dem Lockdown ist kaum noch jemand beim Drive-In am Lokschuppen aufgetaucht. Jetzt hat der Betreiber das Angebot für Privatpersonen eingestellt. Doch gibt es bald flächendeckende Schnelltests an Schulen?

Eike J. Horstmann
10.02.2021 | Stand 10.02.2021, 09:30 Uhr

Bielefeld. Der Corona-Schnelltest-Drive-In am Lokschuppen hat sein Angebot reduziert und steht nur noch nach Terminvereinbarung für Firmenkunden zur Verfügung. "Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht nicht mehr auf", sagt der Betreiber, Malte Fitzner.

Vor Weihnachten sei die Nachfrage noch groß gewesen, berichtet Fitzner. „Damals wollten viele ihre Familien oder Freunde besuchen und sich vorher mit einem Schnelltest absichern." Aber seit dem verschärften Lockdown gehe praktisch niemand mehr vor die Tür, weshalb es nahezu keinen Grund mehr gebe, sich vorsichtshalber testen zu lassen - weshalb zuletzt kaum noch Privatpersonen am Lokschuppen aufgetaucht seien.

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Termine für Unternehmen ab 40 Personen

"Wir haben noch ein paar Tage geschaut und das Angebot aufrecht erhalten", sagt der 35-jährige Unternehmer aus Melle. Irgendwann sei man aber zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht mehr lohne. „Drei oder vier Tests an einem Vormittag sind einfach zu wenig, immerhin haben wir Miete und Personalkosten."

Bei Unternehmen sei die Nachfrage jedoch weiterhin hoch, weshalb Firmen ab 40 Personen auch zukünftig ihre Mitarbeiter testen lassen können.

Flächendeckende Schnelltests an Schulen?

Fitzner sieht neben den Betrieben aber auch noch einen weiteren, ungleich größeren Bereich, in dem seine Schnelltests zum Einsatz kommen könnten: "Eigentlich müssten, sobald die Schulen wieder öffnen, alle Schüler vor dem Betreten der Klassenzimmer getestet werden."

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Organisatorisch und von den Kosten her sei dies kein Problem, in anderen Ländern würde dies auch gut funktionieren. "Wenn der Test positiv ausfällt, kann das Kind sofort nach Hause gehen", sagt der Test-Anbieter. Zudem hätte der flächendeckende Test den Vorteil, dass man umgehend wisse, in welcher Familie es Corona gebe und dass so die Kontaktnachverfolgung besser greifen könne. "Es würde viele Probleme lösen."

"Wenn die Unvernünftigen unvernünftig werden dürfen"

Für seinen Drive-In sieht Malte Fitzner in näherer Zukunft weniger Bedarf. "Direkt nach dem Lockdown wird da wenig passieren."

Er vermutet, dass die Menschen erst in der wärmeren Jahreszeit, wenn es wieder mehr Gründe zum geselligen Beisammensein wie im Biergarten oder bei Grillpartys gibt, wieder privat Schnelltests nutzen werden. "Wenn die Unvernünftigen wieder unvernünftig werden dürfen, dann lohnt sich das wieder."

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