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Bielefeld Leichtathleten Grenda und Strate beeindrucken in Dortmund

100-Meter-Sprint unter 12 Sekunden, SVB-Läuferin schafft die 3.000 Meter in 9:46,00 Minuten

Claus-Werner Kreft
14.07.2020 | Stand 13.07.2020, 20:56 Uhr
Schon in Top-Form: Stephnie Strate (Nr. 519) lief die 800 Meter in 9:46,00 Minuten. ?Foto: Birkenstock - © Birkenstock
Schon in Top-Form: Stephnie Strate (Nr. 519) lief die 800 Meter in 9:46,00 Minuten. ?Foto: Birkenstock | © Birkenstock

Bielefeld. Eine 100-Meter-Zeit, nur eine Zehntelsekunde vom Frauen-Kreisrekord entfernt; die schnellste 3.000-Meter-Zeit einer Bielefelderin seit 31 Jahren und weitere Leistungssteigerungen: Für eine Teilnehmergruppe des TSVE und der SV Brackwede hat sich der Start beim Dortmunder Leichtathletik-Meeting „backontrack“ mehr als gelohnt. Zu dem Meeting, das ein Mammutprogramm mit erstaunlich vielen Leichtathletik-Disziplinen einschließlich Mittel- und Langstrecken anbot und von neun Uhr morgens bis Mitternacht dauerte, waren rund 750 Athletinnen und Athleten geströmt.

Für den ersten Höhepunkt aus Bielefelder Sicht sorgte Kathrin Grenda (TSVE), die ihren 100-m-Zeitlauf bei regulären Windverhältnissen in 11,92 Sek. – ihrer besten Zeit seit zwei Jahren – gewann und Gesamtdritte unter 58 Sprinterinnen wurde. Tagesbeste mit 11,73 Sek. war die Jugend-Weltmeisterin über 200 m, Talea Prepens (TV Cloppenburg, Saisonbestzeit 11,58). Grenda brauchte nur knapp zwei Zehntel mehr und steigerte sich sprunghaft gegenüber ihrem Einstand acht Tage zuvor in Berlin, wo sie 12,08 Sek. erzielt hatte. „Ich bin super zufrieden und glücklich“, strahlte sie, „sehr gern wäre ich auch die 200 Meter gelaufen, spürte aber beim Aufwärmen einen leichten Krampf in dem Oberschenkel, der bisher problemfrei war. Da wollte ich nichts riskieren.“

"Hinten heraus hat sie sich hervorragend präsentiert"

Fast sieben Stunden später hatte Stephanie Strate (SVB) allen Grund zur Freude: Als Zweite über 3.000 m war ihr eine Steigerung von 9:57,50 (2019) auf 9:46,00 Min. gelungen. „Vor allem hinten heraus, also in der Schlussphase, hat sie sich hervorragend präsentiert“, lobte ihr Trainer Thomas Heidbreder. Nur die Favoritin Vera Coutellier (ASV Köln, 9:16,86) war von ihr nicht zu gefährden. Diese Distanz, die eine beachtliche Tradition in der Bielefelder Leichtathletik hat, lief zuletzt Sigrid Wennemar vor gut drei Jahrzehnten schneller: Die damalige Spitzenläuferin im Trikot des LC Balsam lieferte 1989 in Hamburg 9:18,46 Min. ab.

Strate steht jetzt vor der Chance, sich auf der Meisterschaftsstrecke 5.000 m für die Deutsche Meisterschaften am zweiten August-Wochenende in Braunschweig zu qualifizieren. Entgegen der ursprünglichen Planung werden dort wohl doch die längeren Läufe ab 1.500 m stattfinden – falls die aktuellen Hygieneregeln des Landes Niedersachsen das dann zulassen. Startberechtigt wären die 16 besten Läuferinnen der deutschen Rankingliste 2019/20.

„Ich hatte mir etwas mehr erhofft“

SVB-Juniorin Nele Weike musste in ihrem Dortmunder 3.000-m-Zeitlauf sechs Runden lang Führungsarbeit leisten. Mit 10:03,81 blieb sie noch über dem Zehn-Minuten-Limit und rund sechs Sekunden über ihrer persönlichen Bestmarke. „Ich hatte mir etwas mehr erhofft“, räumte sie ein. Über 3.000 m trat auch Adam Janicki (ebenfalls SVB) an. Er bestritt sein erstes Rennen seit der 10-km-DM 2019 und lief nach 8:54,06 Min. ins Ziel – als Fünfter von 33 Startern. Seine Vereinskollegin Jana Palmowski, Kreisrekordlerin über 3.000 m Hindernis, testete sich diesmal über 400 m, wurde als Beste ihres Zeitlaufs in 60,23 Sek. aber nicht gefordert.

In den Jugendsprints der U 20 erreichte Magnus Meier (TSVE) mit persönlichen Bestzeiten zwei fünfte Plätze. Über 100 m konnte er sich dank einer deutlich verbesserten Startphase von 11,70 auf 11,59 Sek. steigern. Und über 200 m gelang ihm der Sprung auf 23,28 Sek., obwohl hier Gegenwind in einer Stärke von 1,8 m/Sek. blies. Schon bald dürfte der Schützling von Trainer Guido Kaulmann die 22 nach vorn setzen. Tom Li (TSVE, U 18) musste sich über 100 m mit 11,35 Sek. begnügen, die Trainingspause infolge seiner Kniesehnenreizung wirkt noch nach. Über 200 m aber bestätigte er mit 23,59 Sek. seine in Bremen aufgestellte Bestzeit (23,50). Jüngster Bielefelder Starter in Dortmund war 800-m-Läufer Jenning Färber (SVB, Jahrgang 2004). Von Trainer Milan Dransmann gut aufgebaut, unterbot er mit 2:02,74 Min. seine Bestzeit aus dem Vorjahr (2:05,37) und kam den zwei Minuten wieder ein Stückchen näher.

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