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Der etablierte Pkw-Anbieter erweitert seine Angebotspalette. - © Raphael Vásquez
Der etablierte Pkw-Anbieter erweitert seine Angebotspalette. | © Raphael Vásquez

Bielefeld Bielefelder Autohändler steigt um - und verkauft plötzlich Fahrräder

Weil die Branche im Wandel ist, setzt Schröder-Automobile ab Januar auch auf zweirädrige Fahrzeuge - und übernimmt zwei Fahrradläden.

Karin Prignitz
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 19:01 Uhr

Sennestadt/Schloß Holte-Stukenbrock. Erst vor gut einem Jahr hatte Schröder-Teams Sennestadt ein U-15-Autohaus mit EU-Neuwagen und Gebrauchtwagen unter 15.000 Euro als weitere Marke innerhalb der Unternehmensgruppe an der Henleinstraße etabliert. Ab dem kommenden Jahr wird ein weiterer Mobilitätszweig hinzukommen. Schröder Teams Automobile steigt neben dem Vierrad- nun auch in den Zweiradmarkt ein. „Zum 1. Januar 2020 übernimmt das Schröder-Team die Verantwortung für die Fahrradgeschäfte Fulland in Schloß Holte-Stukenbrock und Hövelhof", bestätigt Geschäftsführer Bastian Merkwitz. Beide Standorte des traditionsreichen Familienunternehmens hatte Klaus Fulland in dritter Generation mit seiner Frau Manuela sehr erfolgreich geführt. Als die Anfrage von Schröder kam, sah Fulland einen Win-Win-Situation. Der 61-Jährige möchte in Zukunft mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Er wird im Laden aber noch einige Zeit beratend tätig sein. Fahrrad-Fulland war bereits im Jahr 1890 von Heinrich Fulland gegründet worden. Mittlerweile gibt es vier Standorte. Grundsteinlegung im Sennesand Sogar sechs Autohäuser und eine Lackiererei in Bielefeld und Verl können die Schröder-Teams vorweisen. Das Autohaus steht für Audi, Audi Service, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Hyundai, Skoda-Service und Seat-Service in Bielefeld und Verl. Herbert Schröder war es, der 1960 im Sennesand den Grundstein dafür legte. „Damals gab es drei Mitarbeiter, heute sind es knapp 350", sagt Bastian Merkwitz. Das Unternehmen sei stetig gewachsen. Künftig, betont Merkwitz, „möchten wir unseren Kunden die gesamte Mobilitätspalette bieten", also auch den Zweiradbereich. Der liegt mit der E-Mobilität derzeit stark im Trend. "In der Region sind wir die einzigen" Merkwitz weiß: „Die Branche befindet sich im Wandel, egal ob auf zwei oder vier Rädern." Dass ein Autohaus ins Fahrradgeschäft einsteigt, dafür gibt es bundesweit Vorläufer, „in der Region sind wir aber die einzigen". Bastian Merkwitz betont allerdings ausdrücklich, „dass beide Bereiche ganz klar voneinander getrennt bleiben". Fahrräder im Autohaus wird es also nicht geben. Die Fulland-Fahrradläden sollen „so weitergeführt werden, wie bisher". Name, Standort, Mitarbeiter, Service, „alles soll so bleiben, wie es ist." Das hebt auch Klaus Fulland hervor. Schröder-Kunden hätten nun aber ein noch breiteres Angebot – auf vier und auf zwei Rädern, das sie in Schloß Holte-Stukebrock und Hövelhof finden können.

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