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Elizabeth Llewellyn gibt eine Aida von enormer dramatischer Dringlichkeit. - © Bettina Stoess
Elizabeth Llewellyn gibt eine Aida von enormer dramatischer Dringlichkeit. | © Bettina Stoess

Stadttheater Bielefeld Furiose Premiere: "Aida" erzählt vom trügerischen Triumph fanatischer Priester

Nadja Loschky inszeniert am Bielefelder Stadttheater Verdis „Aida“ als Fanal gegen den Krieg. Eine bemerkenswerte, nachdenkliche und empfehlenswerte Aufführung.

Johannes Vetter
02.12.2019 | Stand 02.12.2019, 19:51 Uhr

Bielefeld. Haben Verdi und Brecht Gemeinsamkeiten? Mindestens eine. Beide waren hellsichtige politische Denker. "Wir werden dem europäischen Krieg nicht entgehen", schrieb Verdi anlässlich der Gründung des zweiten deutschen Reiches in Versailles, "und er wird uns verschlingen." Er arbeitete gerade an seiner "Aida", die am 24. Dezember 1871 in Kairo ihre Uraufführung erlebte.

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