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Informieren über das Speed-Dating: Alexander Kostka (v.l.), Sabrina Schustereit, Friderike Borchers, Daniel Heidemann, Claudia Hilse, Klaus-Werner Schäfer, Jürgen Sautmann, Alexander Schenk - © Wolfgang Rudolf
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Bielefeld 2.470 Ausbildungsplätze in Bielefeld - aber da geht noch mehr

Bilanz der Agentur für Arbeit: Auf 87 Stellen kommen 100 Bewerber. Um das noch weiter zu verbessern, bieten die IHK und die Handwerkskammer Programme zum Kennenlernen an

Anastasia von Fugler
09.11.2019 | Stand 08.11.2019, 18:26 Uhr

Bielefeld. Die Zahlen sprechen für sich: Knapp 2.450 Menschen fanden im vergangenen Jahr einen Ausbildungsplatz in Bielefeld. Für die 2.840 Bewerber standen 2.470 Ausbildungsbetriebe zur Auswahl. Somit kommen auf 100 Bewerber 87 Stellen in Frage. Für den Leiter der Arbeitsagentur Thomas Richter, eine gute Entwicklung. Denn im vergangenen Jahr waren es nur 81 Stellen. Der Agentur-Chef sieht mit Blick auf die die vergangenen fünf Jahre eine steigende Tendenz auf dem Ausbildungsmarkt. Gemeinsam mit Ute Horstkötter-Starke, der Geschäftsführerin Berufliche Bildung und IHK-Akademie Ostwestfalen GmbH der Industrie-und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld sowie Birgit Stehl, der Geschäftsführerin der Bielefelder Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zog er gestern die Bilanz für das Berufsberatungsjahr des Arbeitsagenturbezirks Bielefeld/Gütersloh. Weniger Bewerber, mehr Betriebe Auch in diesem Jahr sei ein Bewerbungsrückgang sichtbar gewesen. In Bielefeld allein meldeten sich 65 Jugendliche weniger als im Vorjahr bei der Arbeitsagentur an, während sich gleichzeitig 112 Betriebe mehr als suchend zeigten. "Das Plus an Ausbildungsstellen zeigt, dass sich die Unternehmen intensiv mit ihrem Fachkräftebedarf auseinandersetzen", sagt Richter. In Bielefeld allein seien zur Zeit noch 171 Bewerber ohne Ausbildungsstelle, aber auch noch 210 unbesetzte Stellen. "Rein rechnerisch ist für jeden Bewerber eine Stelle vorhanden. Dennoch sollte bei dieser Betrachtung von Angebot und Nachfrage nicht der Grundsatz der freien Berufswahl übersehen werden", so der Agentur-Chef weiter. Kaufmännischen Berufe immer noch beliebt Deutliche Zuwächse sieht die IHK- Geschäftsführerin Ute Horstkötter-Starke in den Bielefelder Handelsberufen, darunter Verkäufer mit einem Plus von etwa 38 Prozent. Auch die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann habe mit knapp 67 Prozent extrem an Beliebtheit zugenommen. Die Metallberufe sowie die Berufe im Bereich Druck und Papier verzeichneten dagegen weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr. Auch Birgit Stehl von der Handwerkskammer berichtet von einem Plus zum Vorjahr. "Durch die gute Auftragslage der Handwerksbetriebe, ist die Ausbildungsbereitschaft in OWL groß", sagt Stehl. 549 neu abgeschlossene Verträge sind in diesem Jahr zu verzeichnen. Kräftigen Zuwachs gab es bei den Metallbauern und den Anlagenmechanikern für Sanitär-und Heizung sowie bei den Frisören. Rückgänge gab es bei den Elektronikern, Fleischern und Maßschneidern. "Betriebe, die Auszubildende suchen, und junge Leute, die sich für einen Handwerksberuf interessieren, können sich jederzeit an das Team der der Abteilung Berufsbildung und Recht in der Handwerkskammer wenden", sagt Strehl. Kennenlernen in gemütlicher Atmosphäre Wie auch die IHK bietet die Handwerkskammer viele Programme an, die den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten der Betriebsausbildung näher bringen. Wie zum Beispiel die Ausbildungsbotschafter, die in die Schulen gehen, die Präsens auf verschiedenen Jobmessen oder auch das neue Programm "Speeddating". Wie auch die IHK bietet die Handwerkskammer viele Programme an, die den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten der Betriebsausbildung näher bringen. Wie zum Beispiel die Ausbildungsbotschafter, die in die Schulen gehen, die Präsens auf verschiedenen Jobmessen oder auch das neue Programm „Speeddating". Die Kreishandwerkerschaften Bielefeld und Gütersloh sowie das Handwerksbildungszentrum im Fachbereich Bau aus Brackwede bieten am Donnerstag, 14. November, erstmals das Azubi Speed-Dating an. Ein schnelles Kennenlernen für die werdenden Azubis und die handwerklichen Betriebe. Es findet von 14 Uhr bis 18 Uhr in der Bar Max Raebel, Boulevard 1 in Bielefeld, statt. Teilnehmen können Handwerksbetriebe aus dem Raum Bielefeld und Gütersloh sowie Jugendliche, die sich für Handwerksberufe interessieren. Die Gespräche finden in einer lockeren Atmosphäre statt und die Gesprächspartner werden nach 10 Minuten gewechselt. Stimmt die Chemie, bekommt der Jugendliche eine Einladung für ein Praktikum. Eine Checkliste als Gesprächsleitfaden wird zur Verfügung gestellt. Die Anmeldung für die Jugendlichen ist nicht nötig. Für die Betriebe sind noch Anmeldungen unter date@azubispeeddating-owl.de möglich.

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