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Martin Steffan, Cheredakteur und Erfinder von "arrive". - © Foto: Andreas Zobe/NW
Martin Steffan, Cheredakteur und Erfinder von "arrive". | © Foto: Andreas Zobe/NW

Bielefeld Aus Bielefeld kommt das Top-Magazin für die Autos der Zukunft

Verbrennungsmotoren waren gestern, Elektro-Autos sind heute: Das Premium-Blatt "arrive" spricht die Zielgruppe an, die daran glaubt.

Ansgar Mönter
30.09.2019 | Stand 30.09.2019, 07:06 Uhr

Bielefeld. Der Durchbruch für den Elektroantrieb beim Auto wird kommen, und zwar schon sehr bald. Davon ist Martin Steffan überzeugt. Der Chefredakteur des aus Bielefeld kommenden Magazins „arrive" beschäftigt sich seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten mit Alternativen zum Verbrennungsmotor. Er und seine Mitarbeiter berichten in ihrer Premium-Zeitschrift mit dem Zusatztitel „Das Auto-Magazin für die Zukunft der Mobilität" alle zwei Monate über die Entwicklung. Steffan kann seine optimistische Prognose mit Fakten unterfüttern. "Dieses E-Modell wird der Eisbrecher auf dem Markt" Deutsche Autokonzerne müssten vorankommen beim E-Antrieb, sagt Steffan. Und zwar schnell. Das habe drei Hauptgründe: Die Politik macht Druck; es drohen Strafzahlungen, verhängt durch die EU; und die großen Absatzmärkte, allen voran China, verlangen nach E-Autos. Wenn VW, BMW und Mercedes da nicht liefern, machen es andere. Den Durchbruch erwartet der arrive-Chefredakteur Mitte kommenden Jahres. „Dann kommt VW mit dem ID 3 auf den Markt. Das Modell wird der Eisbrecher", mutmaßt er. Der VW ID 3 werde so etwas wie der Golf früherer Tage: das Erfolgsmodell des Konzern, tauglich für Massen, weil technisch ausgereift und mit einem wahrscheinlich deutlich unter 30.000 Euro vermittelbaren Preis. Steffan ist nicht der einzige, der an den Durchbruch des E-Autos glaubt. Er merkt das an den Verkaufszahlen seines Magazins. Nach einer „Durststrecke" noch 2018 ist das Interesse an dem Blatt in diesem Jahr enorm gestiegen. „Lange Zeit kamen einfach keine Modell auf den Markt. Das hat sich geändert", erklärt er. „arrive" gibt es seit etwa zwei Jahren. Das Magazin ist hervorgegangen aus der Fachzeitschrift „Flüssiggas", zuletzt „AutoGas Journal". Weil aber der Markt für Umrüstungen von Autos auf Gasantrieb zu sinken begann, entwarf Steffan ein neues Konzept. „arrive" war geboren. Zum Start 2017 gab es gleich ein Sonderheft dazu, das ein großer deutscher Autokonzern in Auftrag gab. Mittlerweile ist Magazin Nummer 5 auf dem Markt, Nummer sechs folgt Anfang Oktober. Die Auflage liegt laut Steffan bei 70.000 Stück. Beliebt ist das Medium vor allem auf Messen beim Fachpublikum, bei den großen Autokonzernen und bei den „First Movern", wie Steffan sagt. Also Menschen, die sich für die neue Technik interessieren und sie auch als erste ausprobieren wollen – und sich das finanziell leisten können. Hinzu kommt als potenzielle Käufer die Gruppe Menschen, die gerne „First Mover" wären, sich interessieren, aber abwarten, wie sich der Markt entwickelt. Die Zeichen stehen gut, dass „arrive" weiter auf der Erfolgsspur fährt. Das Thema neue Mobilität gewinnt gerade an Fahrt, arrive berichtet über die Vorstellung von neuen E-Modellen auch über alles andere, was sich in Sachen neuer Mobilität bewegt. So ist in der neusten Ausgabe auch ein Bericht über die Tankstellen der Zukunft zu lesen, über die Regeln für E-Scooter und die moderne Ladesäulentechnik. "Die Probleme mit der Ladetechnik werden gelöst" Eine klassische Redaktion braucht „arrive" nicht. Layouter, Vermarkter und Schreiber sitzen in Köln, Mainz und Hamburg. In Bielefeld laufen alle Fäden zusammen bei arrive-Schöpfer Martin Steffan. Er hat offensichtlich im richtigen Moment das Produkt platziert. Jetzt muss nur seine Prognose eintreten und das E-Auto viele Kunden finden. Aktuelle Probleme wie Lade-Infrastruktur, Lithium-Gewinnung, Stromerzeugung und Datensicherheit werden technisch und politisch in naher Zukunft gelöst. Davon ist der Bielefelder Magazin-Chef überzeugt.

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