0
Sieht spektakulär aus: Das neue Kletterzentrum an der Meisenstraße. - © Kurt Ehmke
Sieht spektakulär aus: Das neue Kletterzentrum an der Meisenstraße. | © Kurt Ehmke

Bielefeld Hängepartie: Bielefelds neues Riesen-Kletterzentrum eröffnet später

Der Alpenverein fiebert dem ersten Klettertag entgegen - und rechnet mit jährlich 30.000 bis 50.000 Besuchern

Kurt Ehmke
12.09.2019 | Stand 12.09.2019, 18:12 Uhr

Bielefeld. Die fast 4.000 Mitglieder des Alpenvereins in Bielefeld stehen kurz vor einem großen Moment: Ihr neues Kletterzentrum wird in Kürze eröffnen. Doch es ist zu einer leichten Hängepartie geworden. "Den November schaffen wir nicht, wir kämpfen um den Zeitplan, die Liefertreue und die Baukonjunktur machen uns zu schaffen - so wie vielen", sagt DAV-Vorstand Volker Wilde. Für ihn aber ist klar: "Wir werden noch dieses Jahr aufmachen." Irgendwann im Dezember. Dass dann - im Weihnachtstrubel - nicht die beste Zeit für ein großes Eröffnungsfest für ein 5-Millionen-Euro-Projekt ist, das steht für ihn fest. Vermutlich werde es eher auf ein Sommerfest in 2020 hinauslaufen. Los geht's im Dezember Entsprechend sei die Dezember-Eröffnung dann eher als "soft opening" zu verstehen. "Mit einer Zeremonie, das schon." Für ihn wichtig: "Wir haben die von unseren Mitgliedern festgelegte finanzielle Obergrenze eingehalten." Was nicht so einfach war. Alleine 220.000 Euro musste der Alpenverein unerwartet ausgeben, weil der Bodenaushub an der Meisenstraße sich als belastet herausstellte. Und zudem wird alles am Bau mit jeder kleinen Verzögerung teurer, so auch beim Kletterzentrum. Abstriche habe es aber nur geringe gegeben, betont Wilde. Dass die Außenkletterwand erst später kommen soll, stand schon länger fest, innen seien nur ein paar Glaswände durch Gipskartonwände ersetzt worden. Im Verein, in dem es bei dem Vorzeigeprojekt durchaus verschiedene Strömungen gab, überwiege mittlerweile eindeutig die große Vorfreude auf die Eröffnung des spektakulären Kletterzentrums - in Sichtweite zum alten Speicher-1-Gebäude. Bis zu 50.000 Besucher 16 Meter ist es hoch, zwischen 30.000 und 50.000 Menschen sollen es ab 2020 dann jährlich nutzen, so Ziel und Hoffnung. Eine olympiataugliche Speed-Kletter-Wand ist der ganze Stolz der Kletterexperten. Wildes Fazit mit Blick auf Verein und Kletterzentrum: "Es wächst zusammen, was zusammen gehört - und wenn das Baby erst einmal da ist, dann freuen sich sicher alle."

realisiert durch evolver group