Als Maria G. nicht mehr aus noch ein wusste, und sie von Hassgefühlen gegenüber ihrem kranken Mann überwältigt wurde, zurrte sie ihn am Bett fest und rannte davon. - © Symbolfoto: picture alliance / dpa
Als Maria G. nicht mehr aus noch ein wusste, und sie von Hassgefühlen gegenüber ihrem kranken Mann überwältigt wurde, zurrte sie ihn am Bett fest und rannte davon. | © Symbolfoto: picture alliance / dpa

Bielefeld Gewalt in der Pflege: Wenn Angehörige Grenzen überschreiten

Tausende Bielefelder pflegen Angehörige oder Freunde zu Hause. Sie sind eine große Stütze, aber ihre Belastung ist riesig. Die Folgen können Hass und Aggressionen sein - und es gibt verkannte Warnsignale. Eine Betroffene berichtet.

Jens Reichenbach

Bielefeld. Mehr als 10.000 Menschen in Bielefeld pflegen einen Angehörigen oder Freund zu Hause. Sie sind eine große Stütze für die Familie, aber auch für das Pflegesystem, das ohne die selbstlosen privaten Helfer zusammenbrechen würde. Die Belastung für diese Pflegenden ist riesig, nicht selten sind Überlastung und Grenzüberschreitungen die Folge. Schätzungen gehen davon aus, dass 16 Prozent der Pflegebedürftigen deshalb Opfer psychischer Misshandlung, Vernachlässigung oder körperlicher Gewalt werden. Die Bielefelderin Maria G. war immer eine liebende Ehefrau...

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