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Fahrradkuriere bringen auf Wunsch in Bielefeld bestellte Ausweispapiere ins Haus. - © imago images / Westend61
Fahrradkuriere bringen auf Wunsch in Bielefeld bestellte Ausweispapiere ins Haus. | © imago images / Westend61

Bielefeld Ausweise kommen in Bielefeld bald per Fahrradkurier

Zusätzlicher Service des Bürgeramtes soll lästige Doppeltermine überflüssig machen. Allerdings hat das Angebot einen kleinen Haken

Susanne Lahr
11.09.2019 | Stand 11.09.2019, 07:08 Uhr

Bielefeld. In Städten wie Bonn, Düsseldorf und Karlsruhe funktioniert es offensichtlich ohne Probleme. Nun bekommt auch Bielefeld einen neuen Bürgerservice: die Auslieferung von beantragten Ausweisdokumenten per Fahrradkurier. Dieses neue Angebot startet am 1. November. Ab dann können sich die Bielefelder auf diese Weise einen zweiten Termin im Bürgerservice sparen. Allerdings müssen sie künftig direkt bei der Beantragung der Ausweispapiere angeben, ob sie die Zusatzleistung als kostenpflichtigen Sonderservice nutzen möchten. Das erklärt Volker Fliege, Leiter des Bielefelder Bürgeramtes, auf Nachfrage der NW. Der Service kostet extra Der Bürger rechnet den Extraservice bei Auslieferung direkt mit dem Kurier ab. Die Höhe der Servicegebühr wollte Fliege zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau bemessen. Sie liege aber im einstelligen Bereich. In anderen Kommunen, die bereits diesen Bringdienst anbieten, liegt sie bei 3 bis 6 Euro. Volker Fliege erklärt, dass derzeit die Verträge mit dem ausgewählten Kurier-Unternehmen geschlossen werden. Natürlich würden in diesem Zusammenhang auch Sicherheits- und Datenschutzaspekte abgeklärt. Der Kurier müsse die Übernahme der Ausweisdokumente bestätigen, ebenso so wie der Empfänger die Annahme. Das zusätzliche Angebot soll den Bürgerservice zusätzlich verbessern. Seit 1. April hat die Verwaltung im Kampf gegen lange Wartezeiten in allen Bielefelder Bürgerberatungen verbindliche Terminvereinbarungen eingeführt. Diese Termin können online vereinbart werden, aber auch am Selbstbedienungsterminal in jeder Filiale oder telefonisch. Laut Bürgeramt nutzen nur noch 15 bis 20 Prozent die Telefon-Variante unter (05 21) 51-0. Telefonische Erreichbarkeit verbessert Zwischenzeitlich hatte es Kritik an der telefonischen Erreichbarkeit des Bürgerservice gegeben. Dies war mit krankheitsbedingten Ausfällen von bis zu 60 Prozent des Personals begründet worden. Durch verschiedene Maßnahmen sei es gelungen, die durchschnittliche Wartezeit bei den Kräften, die ausschließlich Terminanfragen bearbeiten, auf unter 30 Sekunden zu senken. Zusätzliche Personalaufstockungen seien aber geplant, so das Bürgeramt in einer Vorlage zur Bezirksvertretung Brackwede. Dort hatte es Kritik an den Doppelterminen bei Ausweisdokumenten gegeben.

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