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Einer der beteiligten Wagen, ein Ford Edge, landete hinter einer Leitplanke und musste geborgen werden. - © Christian Mathiesen
Einer der beteiligten Wagen, ein Ford Edge, landete hinter einer Leitplanke und musste geborgen werden. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Mehrere Verletzte bei schwerem Unfall auf der A 2 bei Bielefeld

Kollision führt zu Vollsperrung: Ford und Mazda schleudern über die Fahrbahn / Drei Personen verletzt, hoher Sachschaden

Dennis Rother
18.08.2019 | Stand 18.08.2019, 22:22 Uhr
Christian Mathiesen

Bielefeld. Wegen eines schweren Unfalls musste die Autobahn 2 bei Bielefeld am Sonntagnachmittag in Richtung Hannover komplett gesperrt werden. Zwei Autos kollidierten, drei Personen kamen ins Krankenhaus, es entstand erheblicher Sachschaden. Ursprüngliche Befürchtungen, die einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst hatten, bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. Um 14.33 Uhr wurde der folgenschwere Zusammenstoß zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Ost und Ostwestfalen-Lippe gemeldet, berichten Beamte der Autobahnpolizei. In der Nähe hatte es erst vor wenigen Tagen einen tödlichen Unfall gegeben. Weil es hieß, dass mehrere Fahrzeuge beteiligt sind und unklar war, wie schwer die Insassen verletzt sind, wurde quasi Großalarm geschlagen: Die Feuerwehr rückte mit etlichen Kräften aus, Rettungshubschrauber Christoph 13 wurde ebenfalls angefordert. Ford gerät ins Schleudern und stößt gegen Mazda Es stellte sich dann vor Ort heraus, dass zwei Autos kollidiert waren. Nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei war mutmaßlich ein technischer Defekt an einem Ford Edge der Auslöser. Der 49-jährige Fahrer des Wagens mit Essener Kennzeichen, der Ehefrau (44) und Tochter (14) mit im Pkw hatte, war wegen des Defekts einige Hundert Meter hinter der Anschlussstelle Bielefeld-Ost ins Schleudern geraten. Der Ford, der auf der linken Spur unterwegs war, brach nach rechts aus: Er rutschte über die mittlere auf die rechte Spur und touchierte dort einen Mazda aus dem Kreis Lippe. Dann landete der Ford rechts neben der Leitplanke in einem Graben. Die 27-jährige Mazda-Fahrerin schleuderte nach dem Zusammenstoß unterdessen in die entgegengesetzte Richtung. Der Mazda drehte sich um 180 Grad und kam schließlich auf der linken Spur zum Stehen. Die Frau sah offenbar weitere Autos auf sich zurollen, zu einer weiteren Kollision kam es aber nicht. Drei Personen mit Verdacht auf Schock - 60.000 Euro Sachschaden Wie die Autobahnpolizei nach Rücksprache mit Rettungskräften vor Ort erklärt, ging der Unfall vergleichsweise glimpflich aus: Bei der Ehefrau des 49-jährigen Ford-Fahrers sowie der 14-jährigen Tochter bestehe der Verdacht eines Schocks. Das gelte auch für die 27-jährige Mazda-Fahrerin. Sie kamen ins Krankenhaus. Zunächst war eine ambulante Behandlung angedacht, alle drei bleiben aber zur Beobachtung zumindest über Nacht doch stationär, hieß es am Abend. Der 49-jährige Ford-Fahrer blieb unverletzt. Den Sachschaden beziffern die Beamten nach ersten groben Schätzungen auf rund 60.000 Euro. Für Unfallaufnahme sowie Bergung der Fahrzeuge - beide mussten abgeschleppt werden - sperrte die Polizei die A 2 für rund eineinhalb Stunden. Der Verkehr wurde ab 15 Uhr über die Raststätte Lipperland-Süd umgeleitet. Der Verkehr staute sich auf rund fünf Kilometern. Weil viele Autofahrer Ausweichrouten wählten und beispielsweise die Abfahrt Bielefeld-Ost nahmen, wirkte sich der Autobahn-Unfall letztlich auch auf Bielefelder Hauptverkehrsadern wie die Lagesche Straße sowie den Ostring aus. Dort ging es rund eine Stunde lang nur sehr langsam voran.

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