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Seit Anfang 2018 behindern die drei großen Bahn-Brücken-Baustellen im Westen Betrieb und Verkehr. Die Züge sollen ab 14. Oktober wieder nach dem normalen Fahrplan fahren können. - © Svenja Ludwig
Seit Anfang 2018 behindern die drei großen Bahn-Brücken-Baustellen im Westen Betrieb und Verkehr. Die Züge sollen ab 14. Oktober wieder nach dem normalen Fahrplan fahren können. | © Svenja Ludwig

Bielefeld Termin steht: Ende der Bielefelder Brückenbaustellen ist endlich in Sicht

Bahn kündigt Ende des Brückenbaus an. Vorher kommt es noch zu Einschränkungen. Wann die wichtigen Straßen wieder frei sind, ist aber noch offen

Joachim Uthmann
14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 17:09 Uhr

Bielefeld. Seit Anfang 2018 sind drei wichtige Verbindungen in den Bielefelder Westen gesperrt: Weil die Bahn ihre Brücken auf der Hauptstrecke erneuert, sind Von-der-Recke-, Schildescher und Schillerstraße dicht. Das behindert den Verkehr vor allem in den Stoßzeiten. Jetzt ist ein Ende abzusehen - aber einen Termin gibt es noch nicht. Den kündigt die Bahn aber für die Fertigstellung der drei Überführungen an. Der Bau liege im Zeitplan. "Am 14. Oktober gehen die drei Brücken in Betrieb", teilte Bahnsprecherin Kirsten Verbeek mit. Über Einzelheiten will die Bahn am 20. August bei einem Ortstermin informieren. Ersatzverkehr mit Bussen nicht mehr nötig Das wichtigste für die Zigtausenden Fahrgäste, die täglich am Bielefelder Hauptbahnhof ein- und aussteigen, ist, dass die Züge ab Montag, 14. Oktober, wieder nach dem regulären Fahrplan rollen können, heißt es von Seiten der Bahn. Der Ersatzverkehr mit Bussen, die derzeit hinter dem Bahnhof an der Joseph-Massolle-Straße halten, sei nicht mehr nötig. Allerdings müssen vor der Freigabe der Brücken und aller Gleise noch Weichen und Oberleitungen umgestellt und eingerichtet werden. Deshalb komme es in der Woche zwischen 9. und 14. Oktober noch zu zusätzlichen Behinderungen und Fahrplanänderungen im Zugverkehr. Details dazu will die Bahn ebenfalls am 20. August vorstellen. Warten auf Freigabe der Straßen Die große Frage ist aber noch, wann die Straßen unter den Brücken fertig sind und für den Verkehr wieder freigegeben werden können. Hier gab es bisher unterschiedliche Einschätzungen. Teils hielten es die Experten noch 2019 für möglich, teils aber erst 2020. Denn die Wiederherstellung werde wohl Monate in Anspruch nehmen. Heute heißt es von der Bahn: "Es laufen noch Abstimmungen mit der Stadt. Genaueres können wir erst Ende September sagen." Die Autofahrer im Westen hoffen, dass es möglichst schnell geht. Denn die Ausweichstrecken wie Stapenhorststraße, Johannistal, Jöllenbecker und Beckhausstraße sind entsprechend voller. Hier staut sich zu Berufsbeginn und -ende der Verkehr. Historische Brücken verschwunden Die Erneuerung der mehr als 100 Jahre alten Brücken war schon seit Längerem überfällig. Teils durften die Züge nur noch mit geringerer Geschwindigkeit die Hauptstrecke durch Bielefeld fahren. Trotzdem verschob sich der Bau immer wieder. Bedauerlich ist dabei, dass die alten Stahlkonstruktionen wie an der Von-der-Recke-Straße abgerissen wurden und die historischen Bauwerke damit für immer verschwunden sind. Eine Sanierung oder Rekonstruktion schloss die Bahn aus technischen und wirtschaftlichen Gründen aus. Jetzt werden schlichte Betonkonstruktionen, wie sie schon beim Ostwestfalendamm zu sehen sind, die drei Straßen überspannen. An der Von-der-Recke-Straße wird auch die Durchfahrhöhe nur 3,70 Meter betragen, aus Sicherheitsgründen aber auf 3,30 Meter reduziert. Das bedeutet, dass die Straße für größere Lastwagen gesperrt bleibt.

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