Finke baut an der Obernstraße um. - © Wolfgang Rudolf
Finke baut an der Obernstraße um. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Alles neu: Dieser Bielefelder Modehändler baut kräftig um

Heidi Hagen-Pekdemir
12.07.2019 | Stand 12.07.2019, 11:17 Uhr

Bielefeld. Wachsende Konkurrenz durch Onlineshops und Firmenpleiten - die Modebranche steckt schon länger in der Krise. Der Modehändler Finke aber trotzt dieser Entwicklung - und baut um. Das Geschäft an der Obernstraße präsentiert sich aktuell als Baustelle. Aus dem Laden sind sämtliche Einbauwände ausgebaut, der Raum ist komplett entkernt. Eingang und Schaufenster werden nach vorne verlegt, schließen mit der Häuserfront ab. Dadurch vergrößert sich die Verkaufsfläche von 500 auf 600 Quadratmeter. Auch eine Bar ist geplant Lichtdurchflutet und übersichtlich sieht das Geschäft nach der Komplett-Sanierung aus, diesen Eindruck vermitteln die Pläne. Im hinteren Teil lassen Glaselemente in der Decke und große Fenster an der Rückfront Tageslicht herein. Dort sind auch die zwei Umkleidekabinen mit einer Ruhezone für die Kundinnen. Weitere Loungezonen sind auch über das Geschäft verteilt, auch eine Bar ist geplant. Mehr als 30 Jahre betreibt die Familie ihr Geschäft Finke First an dieser Stelle, außerdem ein weiteres an der Niedernstraße. Stammsitz ist Gütersloh, wo neben einem Modeladen auch seit fünf Jahren ein Sportgeschäft zum Unternehmen gehören. Fast eine Million Euro investiert Mit 800.000 bis 900.000 Euro beziffert Markus Finke das Investment für den Umbau einschließlich Licht und Verkabelung. Etwa ein Drittel der Summe zahlt zusätzlich die Immobilien-Eigentümerin, eine Erbengemeinschaft, für Heizung, Lüftung und sanitäre Einrichtungen. Warum dieser Aufwand in Krisenzeiten? "Wir gehen einen etwas anderen Weg als die Branche allgemein", sagt Finke. Aktuell sei der Ausleseprozess noch längst nicht abgeschlossen. Vor allem in den Randlagen werde das eine andere Geschäft verschwinden. Vom Standort Bielefeld mit der Altstadt, "dem Hotspot für OWL", sei er allerdings überzeugt. Apple-Store-Einrichter hilft Ein weiterer Grund für die Sanierung: "Das Geschäft verströmte den Zeitgeist der 1990er Jahre". Eine Auffrischung sei überfällig gewesen. Aus vergangenen Zeiten geblieben ist allein der polierte Holztisch, den Finkes Mutter Anna einmal aus London importieren ließ. Die Gestaltung des Geschäfts übernimmt der Ladenbauer Dula. Das Unternehmen mit einer Werkstatt in Herford hat unter anderem weltweit Apple-Stores eingerichtet. Wiedereröffnung bei Finke First ist im September. Kurz darauf soll es wieder die traditionelle Modenschau geben.

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