Horst Pannhorst in seinem Element: erzählen.  - © Sylvia Tetmeyer
Horst Pannhorst in seinem Element: erzählen.  | © Sylvia Tetmeyer

Bielefeld Bielefelder Full-Metal-Horst feiert 90. Geburtstag

Horst Pannhorst kämpft schon sein ganzes Leben für die Rechte der Arbeitnehmer und gibt auch als Rentner keine Ruhe - sondern redet munter mit in der Gewerkschaft und bei den Sozialdemokraten.

Sylvia Tetmeyer
12.06.2019 | Stand 12.06.2019, 21:58 Uhr

Bielefeld. "Das waren Zeiten." Wenn Horst Pannhorst zurückblickt, kann er sich noch an viele Ereignisse erinnern, die ihn geprägt haben. Über Jahrzehnte hat sich der gelernte Werkzeugmacher besonders für die Interessen der Arbeitnehmer engagiert. Bereits mit 14 Jahren war er in Jugendausschüssen der Industriegewerkschaft Metall und im Deutschen Gewerkschaftsbund aktiv. Seit 69 Jahren ist der rüstige Rentner Mitglied der SPD und trat der Naturfreundebewegung bei. 1946 begann seine Arbeit bei den Falken in Schildesche. Er lernte Elfriede Eilers, Lenchen Waldeier und Paul Höner kennen. "Den Begriff der Demokratie musste ich erst einmal kennenlernen. Mein Vater stammte aus einer sozialdemokratisch geprägten Familie. Er war mein Lehrmeister", berichtet Pannhorst. Verdienstkreuz von Karl Carstens Von den Göricke Werken wechselte er 1953 als Dreher zu der Werkzeugmaschinenfirma Droop und Rein. Dort wurde er zum Vertrauensmann gewählt. Von 1973 bis zu seinem Ausscheiden 1993 war Pannhorst Betriebsratsvorsitzender. Der zweifache Vater und vierfache Großvater, der seine spätere Ehefrau Liselotte Bruelheide 1954 kennenlernte, arbeitete zudem 15 Jahre als Schöffe und im Sozialausschuss der Landeskirche von Westfalen. Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er 1981 vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens das Bundesverdienstkreuz. Auch im Ruhestand fühlt sich der Senior noch der IG Metall verbunden. Bis vor zehn Jahren leitete er den Seniorenkreis. "Zu unseren Veranstaltungen kamen immer 100 bis 150 Mitglieder", erzählt der Sozialdemokrat. Seinen Geburtstag feiert Horst Pannhorst mit rund 50 Gästen im Naturfreundehaus an der Detmolder Straße.

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