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Das 2. Team: In den beiden Jahren haben zwei HES-Gruppen der jeweiligen Stufe elf das Projekt bearbeitet, zum Abschluss brachten es (vorne v.l.) Michelle, Marit, Lehrerin Isa Schmied, Acelya, Lehrerin Judith Gees, Anastasia, (hinten v.l.) Deniz, Meltem, Laura, Amélie und Calvin. - © Sibylle Kemna
Das 2. Team: In den beiden Jahren haben zwei HES-Gruppen der jeweiligen Stufe elf das Projekt bearbeitet, zum Abschluss brachten es (vorne v.l.) Michelle, Marit, Lehrerin Isa Schmied, Acelya, Lehrerin Judith Gees, Anastasia, (hinten v.l.) Deniz, Meltem, Laura, Amélie und Calvin. | © Sibylle Kemna

Bielefeld Bielefelder Schüler haben eindrucksvoll erkannt, dass sie Europa sind

Hans-Ehrenberg-Schule: Ambitioniertes "Super Meal"- Projekt hat Schülern viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse vermittelt. Statt Superfood haben sie etwas anderes gefunden

Sibylle Kemna
26.05.2019 | Stand 25.05.2019, 17:59 Uhr

Sennestadt. Ein „Super Meal" haben sie nicht gefunden beim Erasmus-Projekt der Hans-Ehrenberg-Schule mit vier europäischen Partnerschulen. Aber es ist zum Abschluss ein E-Booklet entstanden, das die deutschen und französischen Schüler und ihre Lehrer im Juli in Brüssel der EU-Landwirtschaftsabteilung übergeben werden. Zwei Jahre waren die HES- Lehrerinnen Judith Gees und Isa Schmied als Projektkoordinatoren die Strippenzieher des Projekts „Nachhaltigkeit versus Nahrungsmittelverschwendung – interkulturelle Lösungen für einen Weg zu einem nachhaltigen Supermeal". „Die erste Idee war tatsächlich ein Menü, aber die superleckere Küche unserer Partnerländer verhinderte, dass wir uns auf eines festlegten", berichtete Gees bei der Vorstellung der Ergebnisse vor Bezirksbürgermeister Lars Nockemann im Sennestadthaus. Gesundheit und Umweltschutz waren die beiden maßgeblichen Themen des Projekts, bei dem sich jede Schule, jedes Land eine andere Leitfrage stellte: „Wie verändere ich Essensgewohnheiten?"(Frankreich), „Wie fördere ich biologische und regionale Produkte?" (Italien), „Wie kann man Essen teilen statt wegwerfen?" (Spanien), „Wie kann man Abfall zu Hause reduzieren?" (Polen) und „Wie sieht die Super-Verpackung aus?" (HES) Jugend muss den Planeten retten „Die Schüler haben selbstständig an den Themen gearbeitet, die Lehrer haben organisiert", berichtet HES-Schülerin Acelya, die findet, dass das Projekt das Bewusstsein geschärft hat „Wir haben realisiert, dass wir Jugendlichen es sind, die etwas tun müssen, um den Planeten zu retten." Einige Strategien haben sie ausgearbeitet: Regional produzieren und kaufen, Verpackung vermeiden, bewusst essen. Sie alle gehen sensibilisiert durch den Alltag und versuchen, ihre Mitmenschen auf problematisches Verhalten hinzuweisen. Die HES-Schüler haben darüber hinaus eine Projektarbeit erstellt zu Themen wie „gesundes russisches Essen" (Michelle), „Soja als Ernährungstipp" (Anastasia) oder „ein Pfandsystem für die Türkei" (Meltem). Deniz „rettete" Lebensmittel und sorgte für ihre Nutzung. Auch der interkulturelle Austausch der Jugendlichen und Lehrkräfte war eine spannende Sache. „Wir haben Freundschaften geschlossen", berichtet Meltem, für die der Aufenthalt in Santander „die aufregendsten vier Tage meines Lebens waren". Auch für Gees und Schmied war es „eine tolle Erfahrung und eine große Herausforderung". Sie haben „gelebte Vielfalt" beim Arbeiten erfahren. Zur Diskussion nach Brüssel An der Hans-Ehrenberg-Schule (HES) wurde das Projekt ausgedacht, es wurde von der EU mit 90.000 Euro gefördert, um Schüler und Lehrer aus Santander (Spanien), Hirson (Frankreich), Messina (Italien), Sedziszow Malopolski (Polen) und der HES von 2017 bis 2019 mit einem gemeinsamen Forschungsauftrag zu vernetzen. Am 1. Juli werden 18 Schüler und vier Lehrer von der Generaldirektorin der EU-Kommission für Landwirtschaft in Brüssel empfangen und wollen mit ihr diskutieren.

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