Letzte Vorbereitungen: Vanessa Grant vom Team Volksbank stellt sich die Gewehrablage richtig ein. - © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo
Letzte Vorbereitungen: Vanessa Grant vom Team Volksbank stellt sich die Gewehrablage richtig ein. | © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo

Bielefeld Bielefelds einziger Biathlon-Wettbewerb setzt sich für Ferienspiele ein

Mit Skiern sind die Teilnehmer des Sommerbiathlons der Schützengesellschaft Dalbke nicht unterwegs. Aber Laufen und Schießen müssen sie trotzdem. Dabei haben alle eine wichtige Spende im Visier

Mike-Dennis Müller
19.05.2019 | Stand 19.05.2019, 15:33 Uhr |

Sennestadt. 500 Meter ist die Strecke lang, die durch den Grünzug an der Elbeallee führt. Und ausgerechnet am Tag des 15. Sommerbiathlons zogen die bisher so frischen Frühlingstemperaturen stark an. Doch die Läufer der insgesamt 23 Teams schlugen sich trotzdem tapfer. Schließlich liefen einige der Biathleten nicht nur um die beste Zeit und einen guten Platz mit – sondern für den guten Zweck. Ferienspiele brauchen finanzielle Hilfe „Die Ferienspiele in Sennestadt brauchen Unterstützung, weil einer ihrer großen Sponsoren dieses Jahr nicht mehr dabei ist", erklärte Sprecher Jens-Peter Weise von der Schützengesellschaft. Grund genug für die Schützen, gleich fünf Euro von jeder Startgebühr als Spende bereitzustellen. „Außerdem gibt es Spenden-Shirts bei uns zu kaufen." Wie viel an diesem Wochenende zusammengekommen ist, haben die Verantwortlichen bisher noch nicht verkündet. Sie hoffen aber, die Ferienspiele damit ausreichend unterstützen zu können. „Von den kleinen Beiträgen, die Eltern für die Teilnahme ihrer Kinder dort zahlen, ist das umfangreiche Programm schließlich nicht zu stemmen." Tatsächlich sicherte sich das Schützen-Team „Spende im Visier" den Sieg des Sommerbiathlons. Mit einer Gesamtzeit von 31:42 Minuten im Finallauf waren Timo Dziuballe, Kira Höwekenmeier, Ronja Dziuballe und Jana Hollmann fast eine Minute schneller als die Zweitplatzierten vom Team OSG (32:29). Auf dem dritten Platz landeten die Läufer des Teams „Vicky und die alten Männer" mit 33:14 Minuten. Auch in der Einzelwertung schaffte es Timo Dziuballe vom Sieger-Team auf den ersten Platz. Für drei Runden Laufen und zwei Mal Schießen hat er insgesamt nur 6:50 Minuten gebraucht. Hunderte Zuschauer im Ost-West-Grünzug Mehr als 700 Besucher waren am Samstag im Grünzug an der Elbeallee dabei, um sich das kleine Spektakel anzuschauen. Bereits zum fünften Mal hat der Sommerbiathlon hier stattgefunden. „Damals sind wir aus Dalbke hierher umgezogen mit der Veranstaltung, weil wir dort einfach nicht mehr genug Platz hatten", erklärte Weise. Die Entscheidung sei dabei definitiv richtig gewesen, meint er. „Seitdem ist unser Biathlon noch größer geworden, es wurden stets mehr Teams." Aber auch die Laufstrecke ist länger geworden. Statt anfangs 400 Metern sind es hier nun 500, die gemeistert werden müssen. Kirmesstand als Trainingsrevier Regina Schmidt ist am Samstag zum ersten Mal dabei. Im Team „Turbine Wilhelmsdorf" war sie die schnellste Läuferin. „Ich gehe regelmäßig joggen", erzählte sie. Das Schießen indes sei eine Herausforderung gewesen. „Das habe ich höchstens mal beim Sternchenschießen auf der Kirmes gemacht und trainieren konnte ich dafür leider auch nicht." Am schwierigsten sei der erste Schuss. „Man muss erst mal etwas herunterkommen nach dem Laufen und sich konzentrieren. Zum Glück schießt man hier aber mit Auflage. Ohne könnte ich mir das gar nicht vorstellen", sagte sie. Spaß habe es auf jeden Fall gemacht.

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