0
Bald könnten hier Fahrräder geparkt werden: Das Jahnplatz-Forum soll umgebaut werden. Noch aber ist die Stadt nicht Eigentümer. - © Mike-Dennis Mller / www.mdm.photo
Bald könnten hier Fahrräder geparkt werden: Das Jahnplatz-Forum soll umgebaut werden. Noch aber ist die Stadt nicht Eigentümer. | © Mike-Dennis Mller / www.mdm.photo

Bielefeld 3,5 Millionen Euro für Rad-Station im Bielefelder Jahnplatz-Tunnel

Für den Umbau des Jahnplatz-Forums stehen Zuschüsse bereit. Die Stadt muss aber zunächst die unterirdische Ladenzeile kaufen. Die Zeit wird knapp

Ariane Mönikes
25.04.2019 | Stand 25.04.2019, 19:28 Uhr

Bielefeld. Mehr als 18 Millionen Euro bekommt Bielefeld für die schadstoffarme Innenstadt mit Jahnplatz-Umbau. Sicher ist allerdings, das Geld reicht für den Umbau des Jahnplatz-Tunnels zum Fahrrad-Parkhaus nicht aus. Jetzt hat sich eine neue Geldquelle aufgetan: Wie Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) am Donnerstagabend bekannt gab, fließen 3,5 Millionen Euro für den Tunnel-Umbau nach Bielefeld. Das Geld liegt bereit, muss nur noch abgerufen werden. „Das ist wieder ein wichtiger Schritt für uns", erklärt der OB. Der Millionen-Betrag soll aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus" kommen. Am Dienstag war der Bescheid von Innenminister Horst Seehofer (CSU) in Bielefeld eingegangen. Auf den Projektaufruf des Bundes waren bis zum 30. November 2018 118 Projektskizzen eingegangen; insgesamt wurden damit Zuschüsse in Höhe von etwa 630 Millionen Euro beantragt. Am 18. März dann hatte eine Jury, bestehend aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und Mitgliedern des Bundestages, die Anträge bewertet. Stadt muss aufs Tempo drücken Jetzt muss die Stadt allerdings aufs Tempo drücken: Laut Barbara Choryan, Nahmobilitätsbeauftragte in der Verwaltung, muss das Geld bis 2023 verbaut sein. „Das ist sportlich", sagt sie. Und noch befindet sich der Jahnplatz-Tunnel nicht im Eigentum der Stadt, muss also noch gekauft werden. Eigentümer ist die Elad-Gruppe, mit der die Stadt bereits in Gesprächen ist, wie Verkehrsdezernent Gregor Moss (CDU) schon im vergangenen Jahr erklärt hat. Das Geld dürfe aber ausschließlich für den Umbau des Tunnels genutzt werden, heißt es. Choryan spricht von einer Fahrrad-Service-Station, die Platz für 2.000 Fahrräder habe. Das Bundesministerium stellt die Mittel bereit, um herausragende Projekte des Städtebaus auszuzeichnen und zu fördern. Bielefeld ist mit dem Projekt „Umnutzung einer Fußgängerpassage zur Fahrradgarage", wie der Tunnel-Umbau offiziell heißt, ausgewählt und in die Förderung 2018/19 aufgenommen worden. Im Sommer sollen die Förderurkunden in Berlin übergeben werden – der offizielle Startschuss auch für Bielefeld. Rampe und Spindel als Zufahrten Die Paprika-Mehrheit hatte im Stadtentwicklungsausschuss Anfang April den Jahnplatz-Plänen zugestimmt. Doch für die 18 Millionen Euro können Tunnel-Radparkhaus und Radschnellweg nicht umgesetzt werden. Moss betonte, dass noch andere Töpfe genutzt werden müssten. In einer Vorstudie hatten die Architekten Klaus Bockermann, Nils Kortemeier und Andreas Wannenmacher im Sommer 2018 bereits vorgeschlagen, wie der Jahnplatz attraktiver werden könnte. Eine Option war da eine Fahrrad-Passage mit Radstation im Tunnel. Eine Rampe neben dem Pizza-Hut und eine Spindel vor Sport-Scheck könnten als Zufahrten in die Station dienen. Die Nutzer sollen ihr Fahrrad dort nicht nur abstellen können, sondern die Station auch als Werkstatt nutzen können.

realisiert durch evolver group