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Ich habe meine Hand auf sein schlagendes Herz gelegt": Vier Tage lang sitzt Bielefelderin Frauke T. (63) am Bett ihres Mannes in Gilead, bevor er stirbt. Trost findet sie auch in Erfahrungsberichten anderer Betroffener. - © Wolfgang Rudolf
Ich habe meine Hand auf sein schlagendes Herz gelegt": Vier Tage lang sitzt Bielefelderin Frauke T. (63) am Bett ihres Mannes in Gilead, bevor er stirbt. Trost findet sie auch in Erfahrungsberichten anderer Betroffener. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Tabuthema Suizid: "Er nahm sich das Leben und meines gleich mit"

Ihr Mann tötete sich nach schwerer Depression selbst. Danach muss eine Bielefelderin miterleben, wie sich Nachbarn, Bekannte und Familie abwenden. Die 63-Jährige will das Schweigen jetzt brechen – öffentlich und ganz persönlich

Christine Panhorst
28.03.2019 | Stand 29.03.2019, 14:15 Uhr

Bielefeld. Es ist ein ganz normaler Montag nach einem harmonischen Wochenende zu zweit. Wie jeden Morgen bekommt Frauke T. von ihrem Mann einen Kaffee ans Bett gebracht. Als sie etwas später den Frühstückstisch deckt, fällt ihr auf einmal diese große Stille auf. Die Bielefelderin ruft nach ihrem Mann Heiner. Es kommt keine Antwort. Sie steigt die Stufen in die nächste Etage hinauf, die Tür zum Dachboden steht offen. „Da sah ich, was passiert war."