Trist: Direkt am Parkhaus des Telekom-Hochhauses stehen drei Ladenlokale leer. Bielefelder Künstler nutzen sie von März bis Juni für die Kunstaktion "Schauraeume". - © Stefan Brams
Trist: Direkt am Parkhaus des Telekom-Hochhauses stehen drei Ladenlokale leer. Bielefelder Künstler nutzen sie von März bis Juni für die Kunstaktion "Schauraeume". | © Stefan Brams

Bielefeld Plötzlich wieder Leben in Bielefelds Telekom-Parkhaus

Drei Bielefelder Kunstverbände verwandeln über drei Monate hinweg drei leerstehende Ladenlokale in Kunsträume auf Zeit

Stefan Brams
27.03.2019 | Stand 27.03.2019, 10:58 Uhr

Mitte. Das Telekom-Parkhaus am Kesselbrink ist kein schöner Anblick. Zudem stehen drei der diversen Ladenlokale leer. Doch ab Sonntag kehrt das Leben zurück in die ehemaligen Geschäfte, denn der Verein Offene Ateliers, der Berufsverband Bildende Künstler OWL und das Künstlerinnenforum OWL-Bielefeld werden die Leerstände für drei Monate zu „Schauraeumen" der Bielefelder Kunst-Szene machen. „Wir haben 2016 mit der Kunstwerkskammer in der Alten Handwerkskammer gezeigt, welches künstlerisches Potenzial in dieser Stadt vorhanden ist. Jetzt nutzen wir erneut die Chance, uns zu präsentieren", betont Mit-Organisator Uli Horaczek. Möglich wird die erneute gemeinsame Kunstaktion durch die Firma Goldbeck, die das Telekom-Hochhaus samt angrenzendem Areal gekauft hat und vor dem Umbau den Künstlern die drei Leerstände nun kostenlos zur Verfügung stellt. „Dafür sind wird sehr dankbar", sagt Horaczek. Die Künstler wollen auch den Kesselbrink kulturell aufwerten Doch den Künstlern geht es nicht nur um sich selbst, sondern sie wollen diesen schwierigen Ort mit ihrer Kunst beleben und auch die Nachbarlokale miteinbeziehen in die Kunstaktion. „Auch die sechs öffentlichen Kunstwerke im Umfeld des Kesselbrinks und der Platz selbst sollen kulturell aufgewertet werden", betont Horaczek, der zusammen mit seinen Mitstreitern aber auch hofft, „dass wir langsam der Idee von einer Stadtgalerie weiter näherkommen." Anders als in der Kunstwerkskammer werden dieses Mal nicht alle Künstler auf einmal die drei Räume an der Kavalleriestraße 6 und der Friedrich-Ebert-Straße 9 und 11 bespielen. Jeder Verband werde vielmehr für jeweils einen Monat alle drei Räume bespielen. Den Anfang macht der Verein "Offene Ateliers" Den Anfang macht ab Sonntag, 31. März, der Verein „Offene Ateliers". Unter dem Titel „23 auf einem Streich" sind Arbeiten von Mitgliedern des Vereins zu sehen. Auch zu den Nachtansichten am 27. April sind die Räume dann bis 1 Uhr geöffnet. Spezielle Aktionen des Vereins sind geplant. Ab 5. Mai übernehmen dann Künstler des Berufsverbandes Bildende Künstler (BBK) die Regie. Rund 50 Mitglieder unter Gäste stellen unter dem Titel „Was geht!" aus. Die Ausstellung wird sich dabei wöchentlich verändern. Ab 1. Juni ist dann das Künstlerinnenforum OWL-Bielefeld dran. Unter dem Titel „Spannende Kunst in allen Sparten" sind dann eben nicht nur bildende Künstler in den drei Räumen zu erleben. Mehr als 100 Künstler werden am Ende der „Schauraeume" an der Aktion mitgewirkt haben, die vom Kulturamt unterstützt und von einigen Sponsoren gefördert wird. Weiter Infos zum Projekt gibt es unter www.schauraeume.de.

realisiert durch evolver group