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Rosen liegen an der eingesetzten Messingtafel mit Lebensdaten des ehemaligen Bethel-Patienten. - © Kristoffer Fillies
Rosen liegen an der eingesetzten Messingtafel mit Lebensdaten des ehemaligen Bethel-Patienten. | © Kristoffer Fillies
Bielefeld

Neuer Gedenkstein für NS-Opfer in Bielefeld

Aktion „Stolpersteine“: Eine Messingtafel im Pflaster vor der Sozialeinrichtung Ophra erinnert an Reinhard Beyth. Der jüdische Bethel-Patient wurde 1940 im Alter von 17 Jahren von den Nationalsozialisten getötet

Kristoffer Fillies
27.03.2019 | Stand 27.03.2019, 06:41 Uhr
Gedenkzeremonie: Neuntklässler Bengt Muschke hält den Stolperstein, auf dem der Name des getöteten Reinhard Beyth steht. Mit seinen Mitschülern und Eckardtsheimern ist Muschke beim Einsetzen des Steins vor der Sozialeinrichtung Ophra 1 dabei. - © Kristoffer Fillies
Gedenkzeremonie: Neuntklässler Bengt Muschke hält den Stolperstein, auf dem der Name des getöteten Reinhard Beyth steht. Mit seinen Mitschülern und Eckardtsheimern ist Muschke beim Einsetzen des Steins vor der Sozialeinrichtung Ophra 1 dabei. | © Kristoffer Fillies

Eckardtsheim. Sechs Millionen Juden sind während der zwölf Jahre andauernden Diktatur Adolf Hitlers zu Tode gekommen, schätzen die Historiker heute. Auch geistig oder körperlich behinderte Menschen hatten es schwer, fanden zu Tausenden den Tod durch die „Euthanasie" (aus dem Griechischen übersetzbar mit „guter Tod"), dem systematischen Ermorden von Kranken durch die Nationalsozialisten – aus Gründen der vermeintlichen „Rassenhygiene". Der jüdische Bethel-Bewohner Reinhard Beyth litt an der Nervenkrankheit Epilepsie. Er wurde von den Nationalsozialisten 1940 durch Gas getötet. Zu seiner Erinnerung wurde jetzt ein „Stolperstein" vor dem Eingang der Bethelschen Sozialeinrichtung Ophra 1 in Eckardtsheim eingelassen.