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Bielefeld In diesem Viertel sind die Grundstückspreise in Bielefeld am höchsten

Neue Bodenrichtwerte für 2019 liegen vor, die Preise steigen weiter

Sebastian Kaiser
19.03.2019 | Stand 19.03.2019, 09:28 Uhr

Bielefeld. Die Grundstückspreise in Bielefeld sind im letzten Jahr um neun Prozent gestiegen. Das teilt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Bielefeld mit, der jetzt die neuen Bodenrichtwerte für 2019 beschlossen hat. Grund dafür ist die große Nachfrage nach Bauland. „Das geringe Angebot zieht steigende Preise nach sich", so der Gutachterausschuss. Sowohl Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau und für den Geschosswohnungsbau wie auch solche für Gewerbebauten seien teurer geworden. Die Lage bleibt der entscheidende Faktor Der entscheidender Faktor ist weiterhin die Lage eines Grundstücks. Die höchsten Preise finden sich im Musikerviertel oberhalb der Detmolder Straße zwischen Sparrenburg und Friedrich-Oberschelp-Weg. Dort werden Preise von rund 520 Euro pro Quadratmeter verlangt. An die 500 Euro werden an der Roonstraße, der Straße Sieben Hügel und der Gadderbaumer Straße aufgerufen. Teure Lagen finden sich zudem am Brackweder Südhang sowie am Senner Hellweg in Senne und in Schildesche. Preise kletterten noch schneller als im 2017 In der City werden in Geschäftslagen in der Spitze sogar über 5.000 Euro in der Nähe des Jahnplatzes verlangt. Das trifft beispielsweise auf die Fußgängerzonen in der Bahnhofstraße sowie der Niedernstraße zu. Insgesamt hat der Gutachterausschuss rund 3.100 Kaufverträge ausgewertet. Dabei wurde ein Umsatzvolumen von rund 976 Millionen Euro registriert. Im vergangenen Jahr hatte der Ausschuss ebenfalls 3.100 Kaufverträge untersucht, wobei ein Umsatzvolumen von rund 886 Millionen Euro verzeichnet worden war. 2018 war eine durchschnittliche Steigerung der Bodenrichtwerte um sieben Prozent festgelegt worden, in diesem Jahr sind es neun Prozent. Gutachter hoffen auf neue Baulandstrategie Die aktuellen Umsatzzahlen seien ein Anzeichen für die insgesamt positive wirtschaftliche Situation in Bielefeld. „Das Umsatzvolumen wird sich auch in Zukunft durch einen immer enger werdenden Wohnungsmarkt steigern", sagen die Gutachter. Falls die Stadt keine neuen Bauflächen ausweise, sei damit zu rechnen, dass die Immobilienpreise weiter kletterten. Die geplante neue Baulandstrategie, bei der die Stadt verstärkt Flächen kaufen und entwickeln will, werde eine entscheidende Bedeutung bekommen. Weitere Informationen zu den Bodenrichtwerten

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