Trotzen dem Regen: Mitarbeiter der Firma Kemna bauen die Tragschicht der Fahrbahndecke ein. - © Sylvia Tetmeyer
Trotzen dem Regen: Mitarbeiter der Firma Kemna bauen die Tragschicht der Fahrbahndecke ein. | © Sylvia Tetmeyer

Bielefeld Die Voltmannstraße in Bielefeld wird wieder freigegeben

Beide Spuren befahrbar: Trotz widriger Wetterbedingungen geht das Amt für Verkehr davon aus, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Im Mai sollen die Arbeiten an der Schloßhofstraße beginnen. Die Aufträge werden in diesen Tagen vergeben

Bielefeld. Mitarbeiter der Firma Kemna-Bau schaufeln immer wieder Asphalt aus dem Fertiger auf die Straße. Der Walzenfahrer sorgt anschließend dafür, dass das Material verdichtet wird. Zwar sind die Wetterverhältnisse alles andere als optimal, Bauleiter Winfred Dörner ist trotzdem optimistisch: „Zurzeit sieht es so aus, als ob wir den Termin halten könnten." Die Voltmannstraße soll ab Montag, 25. März, wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Nach wie vor ist der Abschnitt zwischen Jöllenbecker Straße und Hainteichstraße in Richtung Universität Einbahnstraße. Trotz Regen und Sturmböen war die 5-köpfige Asphaltkolonne am Mittwoch jedoch dabei, die Tragschicht aufzubringen. „Wir haben hier drei Asphaltschichten", erläutert Dörner. Zwei davon könnten trotz widriger Wetterbedingungen eingebaut werden. Die Binderschicht sei 7,5 Zentimeter stark. Für die Feindecke muss es trocken sein Für die abschließende 2,5 Zentimeter dicke Feindecke müsse es jedoch trocken sein. „Die kriegen wir diese Woche nicht drauf", bedauert der städtische Bauleiter. Der Untergrund dürfe dafür nicht nass sein, weil der Asphalt sonst keine Klebekraft habe. Nun ist aufgrund der Wetterprognosen geplant, die letzte Schicht ab nächste Woche Dienstag einzubauen. Die Grundstückseinfahrten seien bereits jetzt wieder erreichbar, da bis zum Abschluss nur noch 2,5 Zentimeter fehlen würden. Parallel würden die Arbeiten an der Ampelanlage Jöllenbecker Straße, Voltmannstraße laufen. Diese müsse neu programmiert werden. Nach der Eröffnung müssen noch Restarbeiten an Gehwegen und in Randbereichen erledigt werden. Schloßhofstraße für 4,7 Millionen Euro saniert Voraussichtlich im Mai soll dann mit der Neugestaltung der Schloßhofstraße begonnen werden. „Wir sind zurzeit in der Auftragsvergabe", sagt Winfred Dörner. Klar sei schon, dass die Firma Strabag mit im Boot sei. Begonnen werde mit dem Kanalbau. Mit der Fertigstellung des Projektes sei 2020 zu rechnen. Mehrfach hatten sich Politik und Verwaltung in den vergangenen Jahren mit der Großbaustelle beschäftigt. 2017 stimmten sowohl der Stadtentwicklungsausschuss als auch die Bezirksvertretungen Schildesche und Mitte den Plänen zu, obwohl sie Konflikte bergen. Der Verlust von Parkflächen ist ein Kritikpunkt. Erneuert wird der 1,6 Meter lange Abschnitt zwischen Voltmann- und Melanchtonstraße. Dörner rechnet mit Baukosten von rund 4,7 Millionen Euro. Weil die Straße in einem sehr schlechten Zustand sei, sei eine Reparatur der Fahrbahndecke nicht ausreichend. Wie berichtet, wird die Straßenaufteilung neu angelegt. Schutzstreifen für Radler, die bislang nicht berücksichtigt wurden, kommen auf die Fahrbahn. Die Folge ist, dass dadurch der Platz für Fahrbahn, Parkplätze und Gehwege schmaler wird. Fünf barrierefreie Mittelinseln sollen das Überqueren für Fußgänger erleichtern. An der Einmündung Drögestraße ist ein Kreisverkehr mit 30 Meter Außendurchmesser geplant. Weil der Gehweg verbreitert wird, müssen Bäume weichen.

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