Lauf geht’s – vor einem Jahr: Was sich als Erfolgsangebot entpuppt hat, soll auch 2019 weitergehen. Die NW-Aktion bewegt viele Menschen – so wie damals, als sich auf dem Kesselbrink Teilnehmer ordentlich warm machten. - © Barbara Franke
Lauf geht’s – vor einem Jahr: Was sich als Erfolgsangebot entpuppt hat, soll auch 2019 weitergehen. Die NW-Aktion bewegt viele Menschen – so wie damals, als sich auf dem Kesselbrink Teilnehmer ordentlich warm machten. | © Barbara Franke

Bielefeld Wie "Lauf geht's" ihr Leben positiv verändert hat

"Lauf geht's!": Bettina Kaltenbach nahm 2018 erfolgreich am bewegten Projekt teil. Für die 62-Jährige passt das Rundum-Paket. Keine Frage, dass sie auch in diesem Jahr wieder an den Start geht

Magnus Horn
19.02.2019 | Stand 21.02.2019, 11:09 Uhr
Ab in die Laufschuhe: Bettina Kaltenbach ist in der Immobilienbranche tätig und sitzt viel. Laufen ist eine gute Abwechslung. - © Magnus Horn
Ab in die Laufschuhe: Bettina Kaltenbach ist in der Immobilienbranche tätig und sitzt viel. Laufen ist eine gute Abwechslung. | © Magnus Horn

Bielefeld. Bettina Kaltenbach hat ihr Ziel erreicht. Im September vergangenen Jahres ist sie einen Halbmarathon gelaufen. Dass sie die 21,1 Kilometer lange Strecke schaffen würde, hätte die Bielefelderin vor einem Jahr nicht gedacht. Doch dank des NW-Projekts "Lauf geht's!" hat sie es geschafft. In Zusammenarbeit mit der VIACTIV-Krankenkasse und dem Active-Sportshop hat die NW das Sport- und Gesundheitsprojekt ins Leben gerufen. Nun startet die zweite Auflage in OWL. Und wieder mit dabei: Bettina Kaltenbach. "Als ich das damals gelesen habe, dachte ich, das ist genau das Richtige für mich", sagt sie.

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Kaltenbach ist selbstständig in der Immobilienbranche tätig. Sie sitzt viel. Laufen könne man aber immer zwischendurch. Doch sie brauchte den richtigen Einstieg. Und den fand sie mit "Lauf geht's!". Das Programm richtet sich an Laufanfänger, Wiedereinsteiger und jeden, der mit professioneller Begleitung das Ziel erreichen möchte. Und genau die erhalten die Teilnehmer.

Die Trainer bei den wöchentlichen Lauftreffs orientieren sich an der sogenannten "F-AS-T"-Formel, die für Fettstoffwechsel, allgemeine Stabilität und topfit steht. Entwickelt hat sie Dr. Wolfgang Feil. Er ist als Experte mit dabei - und als Läufer. Beim Halbmarathon im vergangenen Jahr ist er selbst mitgelaufen. "Das fand ich so toll. Herr Feil kann die Menschen wirklich mitreißen und für die Sache begeistern", sagt Kaltenbach.

Nach wie vor begeistert vom Programm

Die 62-Jährige war und ist nach wie vor begeistert. Bei den Lauftreffs, die in diesem Jahr am 12. Mai starten, werden die Teilnehmer in unterschiedliche Leistungsgruppen eingeteilt - vergleichend mit Kaffee-Spezialitäten. Nach Stärkegraden aufsteigend von Latte Macchiato über Cappuccino bis zu den Profis, die in der Espresso-Gruppe starten. Kaltenbach war damals in der Latte-Macchiato-Gruppe. "Man beginnt zunächst mit der Mobilisation und Stabilisation. Dann geht es weiter mit Walken und einem Wechsel von Laufen und Gehen", erklärt Kaltenbach.

Nach und nach steigen die Laufminuten. "Wenn man da unter der Woche nicht trainiert, dann rächt sich das", sagt sie. Man müsse diszipliniert sein. "Es lohnt sich, der Erfolg ist deutlich spürbar." Neben dem eigenen Willen war für Kaltenbach das Gemeinschaftsgefühl in der Laufgruppe entscheidend. Bei den Lauftreffs hatte sie sich mit einer Mittzwanzigerin abgesprochen, dass sie beim Halbmarathon gemeinsam laufen. "Wir wollten das zusammen schaffen. Das Gefühl beim Überqueren der Ziellinie war unfassbar."

"Ich hätte Bäume ausreißen können"

Die Vorbereitungszeit hat Kaltenbach auch bei ihrer Arbeit geholfen. Hatte sie mal einen Hänger, sei sie in ihre Laufschuhe geschlüpft und eine Runde joggen gewesen: "Dadurch bekommt man den Kopf frei." Auch durch die im individuellen Trainingsplan empfohlene Ernährungsumstellung habe sich Kaltenbach sehr lebendig gefühlt. "Ich war bombenfit, ich hätte Bäume ausreißen können", sagt sie mit Stolz in der Stimme. Ihren Taillenumfang habe sie um elf Zentimeter reduziert, sechs Kilogramm abgenommen - ganz natürlich.

Eine Eintagsfliege sollte das Projekt nicht gewesen sein für die Bielefelderin. Direkt im Anschluss an das Projekt hatte sie sich für 10-Kilometer-Läufe in OWL angemeldet. Keine Frage, dass sie auch in diesem Jahr wieder bei "Lauf geht's!" dabei ist. "Das ganze Paket passt einfach - die Pläne, die Trainer, die Gruppen und die Betreuung." Und auch, wenn die Beine während des Halbmarathons wehgetan haben: "Man wird da mitgerissen, das war so ein tolles Erlebnis", sagt sie. Nur eine Änderung gibt es für sie diesmal: "Ich werde wohl in die Cappuccino-Gruppe gehen."

Information

Infoveranstaltung und Leitung

Anlässlich des diesjährigen „Lauf geht’s!"-Projekts findet am Donnerstag, 7. März, eine kostenlose Informationsveranstaltung statt. Um 19 Uhr geht es in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld los. Über vorherige Anmeldung unter laufgehts.nw.de wird gebeten.

Infos gibt es auch unter (0521) 55 53 97. Hier erreicht man Projektleiter und Ansprechpartner Stefan Gärtner. Er übernimmt in diesem Jahr die Rolle von Sven Kowalski, der im vergangenen Jahr Projektleiter war.

Der 33-Jährige nimmt auch selbst aktiv an Lauf geht’s! teil. „Ich freue mich darauf, nach längerer Verletzungspause wieder aktiv Sport zu treiben."

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