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Großfeuer in Bielefeld: Das Busdepot der BVO ist an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße in Flammen aufgegangen. - © Christian Mathiesen
Großfeuer in Bielefeld: Das Busdepot der BVO ist an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße in Flammen aufgegangen. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Großbrand in Bielefeld, Busse in Flammen, 1,5 Millionen Euro Schaden

Eine Werkstatthalle der BVO ist in der Nacht zu Mittwoch abgebrannt. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung vor dem giftigen Rauch

Ingo Kalischek
16.01.2019 | Stand 17.01.2019, 09:09 Uhr |
Dennis Rother

Jürgen Mahncke

Jens Reichenbach

Stefan Gerold

Bielefeld. Zu einem Großeinsatz wurden rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr am späten Dienstagabend gegen 23.20 Uhr an die Wilhelm-Bertelsmann-Straße in Bielefeld-Mitte gerufen. Eine Werkstatt- und Abstellhalle für Busse der bahneigenen BVO (Busverkehr Ostwestfalen) stand dort in Flammen. Weithin war der Feuerschein zu sehen, zahlreiche Explosionen waren für die Bürger zu hören. Diese rührten nach Angaben von Feuerwehrsprecher Heinz-Hermann Zöllner von platzenden Reifen und explodierenden Treibstofftanks der in Brand geratenen Busse, die der Hitze nicht mehr standhielten. Sowohl in als auch vor der Halle waren Fahrzeuge abgestellt und wurden Raub der Flammen. Video vom Brandgeschehen: Die Polizei hatte die Gegend rund um den Einsatzort ab Höhe der Seidenstickerhalle (Am Stadtholz) abgeriegelt. Die Feuerwehr löschte von drei Drehleitern aus die Industriehalle, die in vollen Flammen stand und nicht mehr von Brandbekämpfern betreten werden konnte. Mehrere Löschtrupps verhinderten zudem ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Verwaltungsgebäude. Über ein Dutzend Feuerwehrfahrzeuge waren im Einsatz. Trotz schneller Rettungswege: Halle komplett niedergebrannt Das Feuer muss sich rasend schnell ausgebreitet haben. Schließlich ist sogar das Dach der Halle eingestürzt. Gegen 0.25 Uhr hatte die Feuerwehr den Großbrand schließlich unter Kontrolle. Zufällig hatten die Einsatzkräfte eine denkbar kurze Anfahrt, da die Hauptfeuerwache nur 300 Meter vom Brandort entfernt ist. Gleichzeitig löste die Feuerwehr die Katastrophen-WarnApp Nina aus. Demnach konnten durch die etwa 50 Meter hohe Rauchsäule gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden. Anwohner wurden auch über Radio Bielefeld aufgefordert, sofort Fenster und Türen zu schließen. Lüftungs- und Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden. Die Menschen sollten sich in geschlossene Räume begeben. Bei Bedarf sollten die Nachbarn informiert werden. Zudem gab es eine große Bitte von Feuerwehr und Polizei: Bitte nicht den Notruf durch Nachfragen blockieren. Nach fünf Stunden konnte die Brandstelle verlassen werden Um 1.52 Uhr konnte die Feuerwehr-Einsatzleitung dann wieder Entwarnung geben. Durch die Eindämmung des Feuers war die Gefahr für die Anwohner zu dem Zeitpunkt gebannt. Update (Mittwoch, 8:30 Uhr): Insgesamt war die Feuerwehr mit 120 Kräften vor Ort. Um 3 Uhr verließen die meisten Brandbekämpfer die Einsatzstelle. Bis 4.40 Uhr blieb noch eine Brandwache vor Ort. Um 8.30 Uhr wurde erneut die Feuerwehr gerufen, weil vereinzelte Glutnester noch einmal aufgeflammt hatten, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Neben den Berufsfeuerwehrleuten der Hauptwache und der Wache West waren die Freiwilligen Feuerwehren Sieker, Heepen, Ubbedissen, Mitte, West und Ost im Einsatz. Verletzt wurde zum Glück niemand. Kein Einfluss auf Busverkehr Nach ersten Schätzungen am Brandort, dürfte der Schaden in Millionenhöhe liegen. Die Polizei nannte am Mittag mit 1,5 Millionen Euro eine erste geschätzte Summe. Betroffen ist eine Fahrzeughalle mit Werkstatt und Waschanlage. Die BVO kann mit den anstehenden Wartungsarbeiten nach Herford und Paderborn ausweichen, so dass der Verlust der Halle den Betrieb nicht allzu sehr beeinträchtigt, berichtete ein Sprecher. Die Kripo hat bereits am Vormittag die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Doch eine Ursache für das verheerende Feuer war nicht augenscheinlich zu erkennen. Nun soll ein Sachverständiger die Brandstelle in Augenschein nehmen. Die Ursachensuche dauert entsprechend noch an. Der Brand hat zunächst keine Auswirkungen auf den Busverkehr in Ostwestfalen. "Die Kunden bekommen die Folgen nicht zu spüren. Die Fahrzeuge, die wir brauchen, sind einsatzfähig", sagte ein Bahnsprecher am Mittwochmorgen. Auch MoBiel meldet keine Ausfälle durch die Einschränkungen bei der BVO, die einige MoBiel-Linien fahren. Video zum Brandgeschehen von Christian Mathiesen und Ingo Kalischek: Laut Bahnsprecher wurden bei dem Feuer insgesamt fünf Linienbusse und drei Kleinbusse in und vor der Halle zerstört. Da aber alle anderen Busse einsatzbereit geblieben sind, gebe es keine Einschränkungen im Linienverkehr. Informationen für Fahrgäste der BVO gibt es unter Tel. 0 18 06 / 60 70 85.

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