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Symbolfoto - © Pixabay
Symbolfoto | © Pixabay

Bielefeld Hebammenzentrale ist gerettet

Die Stadt fördert den Verein mit 10.000 Euro im Jahr. Bislang hatte der sich über Mitgliedsbeiträge finanziert, aber es wurde eng

Ariane Mönikes
16.01.2019 | Stand 16.01.2019, 13:24 Uhr

Bielefeld. Ohne Hebamme sind viele werdende Eltern in großer Not. Aber für viele wird es zunehmend schwieriger, eine zu finden. Die Hebammenzentrale Bielefeld-Gütersloh ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine wichtige Anlaufstelle: Sie berät Frauen, die ein Kind erwarten, in Fragen zu Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit und vermittelt Hebammen, die die Schwangeren begleiten. Doch der Verein stand vor dem Aus, wie im vergangenen Jahr bekannt wurde. Er hatte sich über Mitgliedsbeiträge finanziert, aber immer mehr Hebammen hatten aufgrund der gestiegenen Kosten für die Haftpflichtversicherung ihren Job aufgegeben. Jetzt soll die Arbeit der Hebammenzentrale mit jährlich 10.000 Euro von der Stadt Bielefeld gefördert werden. Das will der Jugendhilfeausschuss am kommenden Dienstag, 22. Januar, beschließen. Jetzt wird über Home-Office-Lösung nachgedacht Anfang Mai hatte sich die Hebammenzentrale in einem offenen Brief an die Stadt Bielefeld und den Kreis Gütersloh gewandt - und dargestellt, dass sie ihre Arbeit akut gefährdet sieht und dringend finanzielle Unterstützung benötigt. In mehreren Gesprächen mit Vertretern der Hebammenzentrale, der Stadt Bielefeld und dem Kreis Gütersloh seien Möglichkeiten zum Fortbestand besprochen werden. Jetzt liegt ein Konzept vor. Demnach sollen die bisherigen Bürozeiten an drei Tagen in der Woche von 8.30 bis 11.30 Uhr gelten sowie von 9 bis 11 Uhr Telefonberatungszeiten. Als Honorar für die Büro- und Beratungstätigkeit ist ein Stundensatz von 20 Euro vorgesehen, die Hebammen zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 30 Euro. Im Laufe des Jahres soll jetzt noch erarbeitet werden, wie die Bürotätigkeiten und die Telefonberatung über ein Home-Office zu erledigen sind. Mietkosten von derzeit 3.000 Euro jährlich könnten so wegfallen. Insgesamt wird die Zentrale mit 14.880 Euro gefördert. Der Betrag wird zwischen der Stadt Bielefeld und dem Kreis Gütersloh aufgeteilt. Die meisten der rund 100 Hebammen, die Mitglied der Zentrale sind, hätten ihren Wirkungskreis in Bielefeld, weshalb die Stadt deutlich tiefer in die Tasche greift als der Nachbarkreis Gütersloh.

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