Der Himmel über Bielefeld erstahlt um Mitternacht im Licht der Raketen. Insgesamt 108-mal rückten Feuerwehr und Rettungsdienst derweil aus, um Menschen in Not in der Silvesternacht zu helfen. Zum Glück kam es weder bei Bränden noch bein Notfällen zu schwerwiegenden Vorfällen. - © Dennis Angenendt
Der Himmel über Bielefeld erstahlt um Mitternacht im Licht der Raketen. Insgesamt 108-mal rückten Feuerwehr und Rettungsdienst derweil aus, um Menschen in Not in der Silvesternacht zu helfen. Zum Glück kam es weder bei Bränden noch bein Notfällen zu schwerwiegenden Vorfällen.
| © Dennis Angenendt

Bielefeld Arbeitsreiche Silvesternacht für Bielefelder Retter: 29 Brände und 79 Notfalleinsätze

Leitstelle muss 278 Fälle abarbeiten. Trozdem spricht die Einsatzleitung von einer eher ruhigen Nacht

Jens Reichenbach
01.01.2019 | Stand 01.01.2019, 18:23 Uhr |

Bielefeld. Während Tausende Bielefelder feucht-fröhlich den Jahreswechsel begingen, hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei reichlich zu tun. Allein 278 Anrufe gingen in der Silvesternacht bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. 108-mal rückten Retter dann tatsächlich aus. 29-mal, um Feuer zu löschen, 79-mal wurden die Kollegen von Rettungswagen und Notarztfahrzeug gerufen. Feuerwehreinsatzleiter Max Rempe sprach dennoch von einem "durchschnittlich bis eher ruhigen Jahreswechsel" - im Vergleich mit anderen Silvesternächten. Denn bei den Rettungseinsätzen gab es - abgesehen von der üblicherweise hohen Anzahl - keine Besonderheiten zu vermelden. "Es gab weder schwere Verletzungen durch Pyrotechnik noch gewalttätige Angriffe auf Einsatzkräfte", betont Rempe. Auch unter den 29 Brandeinsätzen waren zum Glück keine herausragenden oder folgenschweren Ereignisse. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in Bielefeld zwischen 23 und 3 Uhr, die letzten Ereignisse gingen aber auch noch um 7 Uhr und später ein. Evakuierung der Stadtbahn-Haltestelle Jahnplatz Besonders spektakulär sah sicherlich das Eintreffen großer Feuerwehrverbände am Jahnplatz aus. "In der unterirdischen Haltestelle der Stadtbahn hatte gegen 22.15 Uhr die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen", so Rempe. "Dorthin sind wir deshalb mit vielen Kräften gefahren." Aus Sicherheitsgründen mussten dort der komplette Haltestellenbereich und die obere Ebene evakuiert werden. 100 bis 150 Personen mussten laut Polizei den Haltestellenbereich räumen. Weil aber am Bahnsteig nur der Rauch eines gezündeten Feuerwerkskörpers den automatischen Alarm ausgelöst hatten, gab es für die Brandbekämpfer keinen Grund mehr einzugreifen. Ein Feuer war am Bahnsteig durch die Böller nicht ausgebrochen. Nach 15 Minuten konnte der Bereich wieder freigegeben werden. Darüber hinaus wurden die Brandbekämpfer bei zwei Balkonbränden stärker beschäftigt. Um 19.30 Uhr bereits brannten Balkonmöbel an der Delphinstraße in Jöllenbeck. Dort war trotz des schnellen Eingreifens eines Nachbarn noch ein Schaden von knapp 10.000 Euro entstanden. Zweiter Balkonbrand um 0.45 Uhr im Bielefelder Süden Ein ganz ähnlicher Einsatz dann um 0.45 Uhr an der Straße Am Stadion. Auch dort war auf einem Balkon ein Feuer ausgebrochen, auch dort konnte durch schnelles Eingreifen ein Übergreifen der Flammen und damit größerer Schaden verhindert werden, so Rempe. In beiden Fällen liegt die Vermutung nahe, dass Böller, Raketen oder Ähnliches auf dem Balkon gelandet waren und so das Feuer verursacht haben könnten. Laut Polizei steht aber die Ursache der Brände noch nicht fest. Die übrigen Brandeinsätze gehörten in die Kategorie Kleinbrand: entzündete Müllcontainer, Feuer in Altkleidercontainern, brennende Hecken und Buschwerk. Die Polizei spricht vom "ganz normalen Wahnsinn" Auch die Polizei zog trotz der hohen Zahl der Einsätze ein zufriedenes Fazit. Obwohl Silvesternächte für die Polizei immer den "ganz normalen Wahnsinn" bedeuten, so ein Sprecher, könne das Einsatzgeschehen dennoch als "relativ ruhig" bezeichnet werden. "Es war diesmal sogar weniger zu tun als sonst", so seine vorläufige Einschätzung. Eine ausführliche Bilanz zur Silvesternacht kündigte die Polizei für den Vormittag an. Dieses explosive Video vom inoffiziellen Zentrum der Feuerwerksfreude - dem Siggi - veröffentliche Bielefelds bekannter Fotograf Uwe Schmale auf seiner Facebookseite:

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