Mindener Straße: Mann hatte in Bielefeld versucht, im Gebüsche eine junge Frau zu vergewaltigen.
Mindener Straße: Mann hatte in Bielefeld versucht, im Gebüsche eine junge Frau zu vergewaltigen.

Bielefeld Anklage nach versuchter Vergewaltigung in Bielefeld erhoben

Retterinnen machten Fall bundesweit bekannt. Täter erst sechs Wochen in Deutschland

Bielefeld. Der Fall der verhinderten Vergewaltigung an der Mindener Straße, der durch die mutigen Retterinnen Karolina Smaga und Linda Cariglia bundesweit bekannt wurde, ist jetzt von der Staatsanwaltschaft Bielefeld angeklagt worden. Wie Amtsgerichtssprecher Roland Pohl bestätigte, wurde der Beschuldigte, ein 25-jähriger Flüchtling aus Herford, wegen "versuchter Vergewaltigung" angeklagt. Ihm werde vorgeworfen, am 14. Oktober eine junge Frau, die er nicht kannte, in ein Gebüsch geworfen zu haben, um sie dort sexuell zu missbrauchen. Weil sich das Opfer wehrte, griff die zufällige Zeugin Karolina Smaga beherzt ein, stieß den Täter vom Opfer runter und verfolgte ihn noch eine Weile, bis dieser ein Springmesser zückte. Die inzwischen alarmierte Polizei konnte den Mann wenig später am Jahnplatz festnehmen. Der Angeklagte hat Pohl zufolge die Tat bisher bestritten. Angeklagt wurde vor dem Schöffengericht des Amtsgerichtes, das Strafen bis zu vier Jahren aussprechen kann. Das habe auch damit zu tun, dass der 25-Jährige strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten ist. Laut Pohl lebte der Nordafrikaner allerdings erst knapp sechs Wochen in Deutschland. Erst am 6. September hatte er um Asyl ersucht. Seitdem verfügte er über eine Aufenthaltsgestattung. Auch "Stern TV" berichtete über die Retterinnen:

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