Schauspiel, Clownerie und Akrobatik: Die Show des Kinder- und Jugendzirkus „Karibu" ist vielfältig wie die 
Kostüme und das Bühnenbild, die von den Eltern und anderen Helfern 
selbst entworfen werden. „Im Buch der Träume" heißt das selbst 
geschriebene Stück dieser Saison. - © Barbara Franke
Schauspiel, Clownerie und Akrobatik: Die Show des Kinder- und Jugendzirkus „Karibu" ist vielfältig wie die
Kostüme und das Bühnenbild, die von den Eltern und anderen Helfern
selbst entworfen werden. „Im Buch der Träume" heißt das selbst
geschriebene Stück dieser Saison. | © Barbara Franke

Bielefeld Er ist wieder da: Der artistische Zirkus "Karibu" rettet die Träume

Kinder- und Jugendprojekt: Das selbst geschriebene Bühnenstück heißt in dieser Saison "Im Buch der Träume...". Premiere ist am kommenden Samstag. Gezeigt werden Akrobatik, Schauspiel und andere Kunststücke

Louisa Freese

Bielefeld. Der Kinder- und Jugendzirkus Karibu präsentiert jetzt sein 13. Bühnenprogramm. Premiere ist am kommenden Samstag. Insgesamt sechs Aufführungen spielen die 30 Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren an den kommenden Wochenenden. In der Aula der Rudolf-Steiner-Schule zeigen sie, was sie im vergangenen Jahr gemeinsam erarbeitet haben. Den Rahmen der Show bildet eine selbst geschriebene Geschichte. Sie trägt den Titel "Im Buch der Träume" und handelt von der Hexe Morgana, die den Menschen ihre Träume und Fantasie klaut. Dadurch wird das Leben grau und traurig. Die Figuren Benno und Lola stellen fest: "Die Welt ist aus den Fugen geraten." Zuerst wissen sie nicht, was sie dagegen machen können, doch dann kommt die Fee Tiki und nimmt sie mit auf eine abenteuerliche Reise durch das Buch der Träume. Natürlich müssen sie dabei auf der Hut vor der Hexe Morgana sein. Ob sie es schaffen, die Träume zu den Menschen zurückzubringen, zeigen die Kinder und Jugendlichen auf der Bühne mit Schauspiel, Akrobatik, Clownerie, Bodenturneinlagen, Seiltanz, Jonglage und mehr. Dazu gibt es Live-Musik. Kinder ab 10 Jahren können sich als Teilnehmer bewerben Jeweils zu Beginn der Saison können sich Kinder ab zehn Jahren für das Zirkusprojekt bewerben. Sie werden per Losverfahren ausgewählt. Schließlich bildet sich die Gruppe, die etwa ein Jahr zusammen trainiert. Viele bleiben dabei, bis sie volljährig sind und die Schule beenden. Samstags treffen sich die Kinder zum Proben. Höhepunkte sind die jeweils einwöchigen Intensivtrainingseinheiten in den Oster-, Sommer- und Herbstferien. Dafür fährt die Gruppe meist in eine Jugendherberge, zu einem Zirkusgelände oder quartiert sich in eine Schule ein. Doch nicht nur die Kinder zeigen Engagement. Da es keine Hauptleitung gibt, ist das Projekt nur mit der Unterstützung der Eltern und ehrenamtlichen Helfern möglich. Diese kümmern sich um die Organisation sowie die Gestaltung der Kostüme, den Bau der Requisiten und die Verpflegung während der Proben und Aufführungen. "Karibu - die Bühne" ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins "In Bewegung". Die Aktion Mensch förderte in diesem Jahr die integrative Arbeit. So wurde einem Kind mit Down-Syndrom die Teilnahme ermöglicht. "Auch wenn die Kinder alle sehr unterschiedlich sind, verbindet sie ihre Begeisterung für den Zirkus und der Wunsch mit ausdauerndem Training und viel Engagement eine tolle Aufführung auf die Bühne zu bringen", erklärt eine Mutter. "Auf diese Weise begeistern sie ihr Publikum immer wieder neu."

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