Syrer gestehen in Bielefeld Überfall auf betagtes Paar. - © Marc Uthmann
Syrer gestehen in Bielefeld Überfall auf betagtes Paar. | © Marc Uthmann

Bielefeld Syrer gestehen in Bielefeld Überfall auf Seniorenpaar

Vier Männer sollen ein betagtes Ehepaar überfallen haben

Nils Middelhauve

Bielefeld/Halle. Er hatte es bereits am vorangegangenen Verhandlungstag in Aussicht gestellt: Nun räumte der aus Werther stammende Berat B. (Namen aller Betroffenen geändert) vor dem Bielefelder Landgericht ein, im vergangenen November an einem Überfall auf ein betagtes Ehepaar in Halle-Hörste beteiligt gewesen zu sein. Wie mehrfach berichtet, müssen sich derzeit vier syrischstämmige Männer aus Werther, Bielefeld, Dortmund und Wuppertal vor dem Bielefelder Landgericht verantworten. Sie sind dringend verdächtig, das Rentnerpaar S. am 29. November 2017 in dessen an der Tiegstraße in Hörste gelegenen Haus zu nachtschlafener Stunde überfallen und ausgeraubt zu haben. Mitangeklagte schwer belastet Bereits am vorangegangenen Verhandlungstag hatte der aus Bielefeld stammende Ibrahim L. (32) seine Beteiligung an der Tat eingeräumt. In der über seinen Verteidiger Sascha Haring verlesenen Erklärung belastete L. seine Mitangeklagten schwer; er selbst will hingegen lediglich vor dem Haus der Eheleute S. Schmiere gestanden haben. Nun äußerte sich auch der aus Werther stammende Berat B. zu den Vorwürfen. Über seinen Verteidiger Tobias Diedrich erklärte er, ebenfalls an der Tat beteiligt und auch im Haus der Familie S. gewesen zu sein. In einigen ganz wesentlichen Punkten widersprach der 22-Jährige jedoch der Aussage seines Mitangeklagten L.: Im Gegensatz zu dessen Einlassung sei vielmehr L. die treibende Kraft hinter der Tat gewesen. Seniorin Messer an den Hals gehalten Ibrahim L. habe die Idee gehabt, bei den Eheleuten S. einzubrechen. Dieser sei auch derjenige gewesen, der ein Fenster mit einem Hammer eingeschlagen und der 79-jährigen Frau S. kurzzeitig ein Messer an den Hals gehalten habe. „Wir waren erschrocken und bedeuteten ihm, dass Messer wegzulegen – was er dann auch sofort tat", hieß es in der Erklärung. Mehrfach betonte B., dass zu keinem Zeitpunkt ein Raub geplant gewesen sei. Vielmehr seien die Männer der festen Überzeugung gewesen, dass das Ehepaar S. zur Tatzeit verreist gewesen sei. Die aus Dortmund und Wuppertal stammenden Mitangeklagten wollen sich nun am kommenden Verhandlungstag, dem 26. September, ebenfalls zu den Vorwürfen äußern.

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