An einer Bielefelder Straßenkreuzung spielten sich offenbar erschreckende Szenen ab. - © Symbolfoto: Pixabay
An einer Bielefelder Straßenkreuzung spielten sich offenbar erschreckende Szenen ab. | © Symbolfoto: Pixabay

Bielefeld Wieder Gewaltexzess in Bielefeld: Straßenparty endet mit Schlägerei und Schüssen

Anwohner stellt feierwütige Gruppe zur Rede - und landet schließlich verletzt im Krankenhaus

Dennis Rother

Bielefeld. Zum zweiten Mal innerhalb von nur 48 Stunden kam es in Bielefeld zu einem außergewöhnlichen Gewaltexzess. Grund und Hergang waren zwar anders als jüngst bei der Massenschlägerei mit Eisenstangen. Die Szenen waren aber offenbar ähnlich erschreckend: Eine Straßenparty am Dienstagmorgen endete in einer wüsten Prügelei - und schließlich schoss ein Beteiligter gar in die Luft. Wie die Polizei berichtet, ereignete sich das Ganze gegen 5.15 Uhr an der Ecke Ravensberger Straße/Teutoburger Straße. Zu diesem Zeitpunkt feierten mehrere Personen so lautstark an der Straßenkreuzung, dass Anwohner aufwachten. "Ein 51-Jähriger ging zu den Jugendlichen und forderte sie auf, sich leiser zu verhalten", sagt Polizeisprecherin Hella Christoph. 17-Jähriger kehrt zum Tatort zurück Es habe sich dann ein Streit entwickelt, der zu einer Rangelei zwischen einem der Feiernden und dem 51-Jährigen führte. Plötzlich zog ein weiterer an der Party beteiligter Jugendlicher eine Pistole und schoss in die Luft. "Unklar ist noch, ob ein oder zwei Mal geschossen wurde", so Hella Christoph. Anschließend rannte die Gruppe in Richtung Spindelstraße davon. Zeugen meldeten der Polizei die Schlägerei. "Die Beamten fassten noch in der Ravensberger Straße einen 22-jährigen Bielefelder und nahmen ihn fest", so Hella Christoph. Der Jugendliche, der geschossen habe, sei zudem von sich aus zum Tatort zurückgekehrt. Es handelte sich um einen 17-Jährigen. "Beide Tatverdächtigen verbrachten den Dienstagvormittag im Polizeigewahrsam", sagt Hella Christoph. Polizisten fanden am Tatort die Patronenhülse einer Schreckschusswaffe, aber nicht die Waffe selbst. Das 51-jährige Opfer, also der Anwohner, erlitt leichte Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung seien gegen die beiden an der Schlägerei beteiligten jungen Männer eingeleitet worden.

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