Futuristischer Neubau: Von außen zeigt die neue Almsporthalle viel Glas und Aluminium. Innen ist sie hell und verfügt über ein Foyer, das für Veranstaltungen genutzt werden kann. - © Barbara Franke
Futuristischer Neubau: Von außen zeigt die neue Almsporthalle viel Glas und Aluminium. Innen ist sie hell und verfügt über ein Foyer, das für Veranstaltungen genutzt werden kann. | © Barbara Franke

Bielefeld Die neue Bielefelder Almhalle ist offiziell eröffnet

Mit Turnkunst und Tamtam ist die neue Almsporthalle neben der Schüco-Arena offiziell eröffnet worden. Arminia und Stadt sind in Gesprächen über die Nachnutzung des Vorgängerbaus - die hängt jedoch vom Stadionkäufer ab

Christine Panhorst

Bielefeld. Mit voller Körperspannung drückt Turnerin Aliki ihr Rhönrad Richtung Boden, lässt es um sich kreisen. Es sind Sportarten wie ihre, die auf eine große Sporthalle als Übungsraum angewiesen sind. Seit August dürfen die Rhönradturner des TSVE im modernsten Bau, den die Bielefelder Sporthallenlandschaft zu bieten hat, trainieren - in der neuen Almsporthalle neben der Schüco-Arena. Die ist am Freitag jetzt auch ganz offiziell eröffnet worden. Die Pläne für den in die Jahre gekommenen Vorgänger sehen unterdessen wohl doch keinen Abriss vor. Auf Turnkunst und Tamtam folgt in der großen Dreifachhalle die symbolische Schlüsselübergabe. Oberbürgermeister Pit Clausen nimmt die übergroße, geschnörkelte Schlüsselattrappe im Namen der Stadt vom Immobilien Service Betrieb (ISB) entgegen. Doch der Vereins- und Schulsport haben die Halle längst in Betrieb genommen. Neubau wird seit Anfang des Jahres genutzt Die Schüler von Max-Planck-Gymnasium, Gertrud-Bäumer- und Bosse-Realschulen sowie der Grundschule Bültmannshof nutzen den Neubau seit Beginn des neuen Schuljahrs. Dazu ist die Halle das neue Zuhause der Rhönradfahrerinnen des TSVE, der Volleyballer des Telekom Post Sportvereins und der Turner der Bielefelder Turngemeinde, die alle bereits auf dem blauen Linoleum-Holzschwingboden trainieren. Neben der Dreifachsporthalle, stehen eine kleine Einfachsporthalle und ein Lehrschwimmbecken mit 20-Meter-Bahnen zur Verfügung. Die neue Halle tritt 1:1 an die Stelle ihres Vorgängers - die alte Almsporthalle, die direkt an die Schüco-Arena angrenzt, war dringend abgängig. Sie steht jetzt vorerst leer. Nach Ende von Arminias laufender Saison im Mai/Juni 2019 soll sie womöglich zurückgebaut werden. "Wir können uns vorstellen, Teile zu erhalten und in den Eingangsbereich zu integrieren", sagt DSC-Sprecher Tim Placke. "Wir sind weiter in sehr intensiven Gesprächen mit der Stadt. Wir haben viele Ideen, aber noch nichts Spruchreifes." Das hat wohl auch mit dem bevorstehenden Stadionverkauf zu tun, wie Baudezernent Gregor Moss am Rande der Eröffnungsfeier andeutet. Eine Entscheidung stehe unter anderem deshalb aus, weil nicht klar sei, mit welcher Eigentümerin man in Zukunft dazu verhandeln werde - und welche Vorstellungen diese für die Gestaltung der Fläche unter Umständen mitbringt. Der klamme Zweitligist selbst muss derzeit ein strenges Sparprogramm fahren. "Fest steht, dass es keine Nutzung geben wird, die für mehr Aufregung an der Schüco-Arena sorgt", betont Moss.

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