Bielefeld Warntag in Bielefeld: Holpriger Test mit der Notfall-App Nina

Nicht alle Smartphonenutzer erhielten alle Alarmmeldungen

Jens Reichenbach

Bielefeld. Der landesweite Sirenen- und Warntag am Donnerstag verlief nicht überall problemlos – auch in Bielefeld. Während einige Sirenen in den umliegenden Kreisgebieten um 10 Uhr nicht losheulten, hatte sich die Bielefelder Feuerwehr in Ermangelung von Sirenen im Stadtgebiet auf die „Notfall-Informations- und Nachrichten-App" (NINA) konzentriert. Doch auch die Smartphonetechnik funktionierte nicht bei allen Usern einwandfrei, wie Peter Palsbröker, Leiter der Feuerwehrleitstelle bestätigte. „Es war alles ein bisschen holprig", sagte er. Die Rückmeldungen derjenigen, die die App auf ihrem Handy installiert und Push-Nachrichten zugelassen hatten, seien sehr unterschiedlich gewesen. „Es ist offensichtlich nicht überall alles angekommen", so Palsbröker. Zunächst hatte das Land Alarm geschlagen und den landesweiten Warntag gemeldet, anschließend kam kurz nach 10 Uhr der Probealarm der Bielefelder Feuerwehr. Der Warnton erklang zwar bei vielen, die eigentliche Probealarm-Meldung in der App sei aber nicht zu finden gewesen. Dafür hätten eigentlich alle Kollegen um 10.19 Uhr die Entwarnung der Feuerwehr Bielefeld erhalten. „Bei anderen fehlte dafür die Entwarnung des Landes." Wie viele Nutzer in Bielefeld die Katastrophenschutz-App Nina nutzen, ist den Behörden völlig unbekannt: „Diese App ist aus Datenschutzgründen eine Einbahnstraße, eine Rückmeldungsmöglichkeit der Nutzer ist nicht vorgesehen", erklärt der Leitstellenleiter.

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