Symbolbild. - © picture alliance / dpa
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Bielefeld Riesenwelle von Betrugsanrufen: 280 falsche Polizisten in nur zwei Tagen

In drei Fällen machen die Täter Beute im Wert von mehreren zehntausend Euro

Jens Reichenbach

Bielefeld. Die Betrugsanrufe falscher Polizisten in Bielefeld nehmen kein Ende. Wie Polizeisprecher Achim Ridder mitteilte, sind bei der Polizei seit Dienstagabend bis Donnerstagmittag stattliche 280 Anrufe von vermeintlichen Opfern eingegangen. Zum Glück ließen sich die meisten Bielefelder von den geschickt argumentierenden Tätern nicht hinters Licht führen. In drei Fällen allerdings wurden ältere Bielefelder Opfer dieser Betrüger. Sie folgten laut Ridder den Aufforderungen der Anrufer und deponierten Bargeld und Schmuck an einer Mülltonne. Der Schaden beläuft sich insgesamt auf mehrere zehntausend Euro plus Schmuck. "Um die späteren Opfer in Sicherheit zu wiegen, wurden sie aufgefordert unter dem Notruf 110 zurückzurufen", so Ridder. Das sei grundsätzlich richtig. Die bestehende Telefonverbindung muss dabei aber zwingend beendet werden, um dann ein neues Gespräch unter 110 mit der richtigen Polizei führen zu können. Wichtiger Hinweis: "Die Polizei ruft Sie nie an und übermittelt dabei die Nummer 110." Die Kripo rät, nie am Telefon Angaben zu persönlichen Verhältnissen preiszugeben und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. "Legen Sie einfach auf", rät Ridder.

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