Sind für Deutschland nach Los Angeles gereist: Imke Eilbracht aus Löhne (l.) und die Bielefelderin Victoria Lüking haben bei den World Championships of Performing Arts Medaillen gewonnen. - © Susanne Barth
Sind für Deutschland nach Los Angeles gereist: Imke Eilbracht aus Löhne (l.) und die Bielefelderin Victoria Lüking haben bei den World Championships of Performing Arts Medaillen gewonnen. | © Susanne Barth

Bielefeld Goldmedaille für Bielefelderin beim Olympia für die schönen Künste

Wettbewerb: Für Victoria Lüking waren die "World Championships of Performing Arts" ein voller Erfolg. Sie hat zwei Medaillen und ein Coaching gewonnen.

Susanne Barth

Bielefeld. Monatelang hat sich Victoria Lüking für ihren Modelauftritt in Los Angeles vorbereitet. Und dann musste sie kurzfristig ihre Kategorie ändern. Statt im entspannten Look sollte sie in Abendrobe über den Laufsteg schreiten. Doch so ein schickes Kleid hatte die Bielefelderin gar nicht im Gepäck. Eine Mitstreiterin aus dem deutschen Team konnte aushelfen und so lief Lüking schnurstracks zur Goldmedaille mitsamt Auszeichnung. Und auch für die Löhnerin Imke Eilbracht war die "World Championships of Performing Arts" in den USA ein voller Erfolg. Die "World Championships of Performing Arts" ist das Olympia für die schönen Künste. In diesem Jahr haben 63 Nationen an dem Wettbewerb in Los Angeles teilgenommen. Etwa 2.000 Teilnehmer haben sich im Schauspiel und Gesang, beim Tanzen oder Modeln gemessen. Imke Eilbracht und Victoria Lüking gingen mit dem deutschen Team an den Start. Das erste seiner Art in der Geschichte des Wettbewerbs. Von dem Event in L.A. sind die jungen Frauen aus OWL einfach nur begeistert: „Es war der Wahnsinn“, fasst Lüking die Zeit in Long Beach zusammen. „Es waren so viele Eindrücke auf einmal und so viele Menschen, die genau verstehen, was man macht und warum“, schwärmen die beiden, die die Reise nicht missen wollen. "Das muss einfach knallen und es hat geknallt" „Es war genau die richtige Entscheidung. Aufregend und ereignisreich“, sagt Imke Eilbracht, die mit ihren Schauspielfähigkeiten punktete. In drei Kategorien hat die Löhnerin je eine völlig andere Seite von sich gezeigt. Dafür hatte sie jeweils nur 60 Sekunden Zeit. „Das muss einfach knallen“, sagt Eilbracht. Geknallt hat es. Eine Bronzemedaille baumelt jetzt um den Hals der Löhnerin, der Anstecker, dass sie es bis ins Halbfinale geschafft hat, pinnt an ihrem Oberteil. Diese Auszeichnungen sind „nice to have“, schön zu haben, doch etwas anderes ist haltbarer – und wahrscheinlich auch kostbarer. Ein Stipendium über 15.000 Dollar von der „New York Conservatory for Dramatic Art“ hat sich die Löhnerin erschauspielert. „Damit habe ich im Traum nicht mit gerechnet.“ „Das Jahr hat für uns doof angefangen und steigert sich gerade extrem“, sagt Eilbracht. Die beiden Frauen haben sich bei der Schauspiel-Ausbildung in Bielefeld kennengelernt, die sie Anfang des Jahres abgebrochen haben. Eilbracht ist nun in Hamburg. Seit Mai feilt sie dort an ihren schauspielerischen Fähigkeiten. „Jetzt geht es zurück in den Alltag. Wie ich das Stipendium nutze, muss ich noch durchrechnen.“ Verfallen lassen will sie es aber auf keinen Fall. Zombie von den Cranberries in Lederrock und Chucks Auch Victoria Lüking ist zurück im Alltag. Nach dem Wettbewerb hat sie noch eine Woche bei ihrer Stieftante auf Maui (Hawaii) verbracht, danach hat sie auf einer Hochzeit gesungen. In L.A. konnte sie die Jury nicht nur mit ihrem Äußeren überzeugen, sondern punktete auch stimmlich. „Zombie“ von den Cranberries hat sie vor der Jury gesungen. „Ich bin in Lederrock, Top und Chucks auf die Bühne, die meisten anderen in pompösen Kleidern“, erzählt Lüking. Überzeugt hat sie. Für 5.000 Dollar kann sie sich vom Musikproduzenten Shele Sondheim nun beraten und coachen lassen. Und gleich zwei Medaillen bringt sie auch mit nach Hause. Gold hat sie für ihren Walk im Abendkleid bekommen, für die Präsentation im Bikini gab es Silber. Und für einen Musikproduzenten soll sie einen Song aufnehmen. „Mal sehen was daraus wird. "Wir haben Blut geleckt" Was die Zukunft bringt, steht in den Sternen. Die vielen Erfahrungen kann den beiden aber niemand mehr nehmen. „Wir haben Blut geleckt.“ Noch in L.A. haben Lüking und Eilbracht die "World Championships of Performing Arts 2019" geplant. „Wir wollen wieder hin.“ ´ Infos zu Castings gibt Brix Schaumburg unter ?brix@wcopa-casting.de

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