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Menschenrechtsgruppen prangern an, dass die EU Seenotrettung nicht mehr als eigene Aufgabe ansehe. - © Symbolfoto: Pixabay
Menschenrechtsgruppen prangern an, dass die EU Seenotrettung nicht mehr als eigene Aufgabe ansehe. | © Symbolfoto: Pixabay

Bielefeld "Europa versenkt seine Werte": Bielefelder Flüchtlings-Aktivistin über die Seenotrettung im Mittelmeer

Interview: Sonja Skrobek (28) war jüngst auf Malta und in Italien für Menschenrechtsgruppen im Einsatz. Dass Schiffe nicht mehr auslaufen dürfen, sei politisch motivierter Rechtsbruch. Demo steigt am Samstag in der City

Dennis Rother
21.07.2018 | Stand 21.07.2018, 16:22 Uhr
Sonja Skrobek war jüngst auf Malta und in Italien im Einsatz. Unter anderem gehörte sie zur Crew der "Sea Watch 3" - © Sarah Jonek
Sonja Skrobek war jüngst auf Malta und in Italien im Einsatz. Unter anderem gehörte sie zur Crew der "Sea Watch 3" | © Sarah Jonek

Bielefeld. 277 Flüchtlinge sind seit Anfang Juli im Mittelmeer ertrunken, fast 1.500 im laufenden Jahr. Von diesen Zahlen geht die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch aus. Die Dunkelziffer sei mutmaßlich erschreckend hoch. Denn private Retter dürfen aus Häfen nicht mehr auslaufen. Ein Skandal, sagt Sozialwissenschaftlerin Sonja Skrobek (28). Die Bielefelder Aktivistin, die die Demonstration am Samstag (s. Info) mitorganisiert, half in italienischen und maltesischen Häfen monatelang auf Schiffen.

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