Bei einem schweren Unfall auf der A2 wurde am Mittwochabend ein Mann lebensgefährlich verletzt. - © Andreas Eickhoff
Bei einem schweren Unfall auf der A2 wurde am Mittwochabend ein Mann lebensgefährlich verletzt. | © Andreas Eickhoff

Bielefeld/Gütersloh Nach schwerem Unfall: A2 lange Zeit gesperrt

Stau in Richtung Dortmund: Seit 6 Uhr leitet die Polizei den Verkehr über den Stand- und rechten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbei

Andreas Eickhoff
Friderieke Schulz

Bielefeld. Vier Autos und zwei Lastwagen sind am Abend zwischen dem Autobahnkreuz Bielefeld und der Anschlussstelle Gütersloh ineinander gekracht und haben den Verkehr auf der Autobahn 2 seit Mittwochabend lahmgelegt. Bei dem Unfall sei mindestens ein Mensch schwer verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin in der Nacht. Die Aufräumarbeiten dauerten am Donnerstag bis kurz nach 12 Uhr. Zu dem Unfall war es gekommen, als ein Mercedes gegen 21 Uhr an der Anschlussstelle Gütersloh die Kontrolle über seinen Kombi verlor und ins Schleudern geriet. Dabei touchierte er einen Lastwagen auf der rechten Spur und riss dessen Tankbehälter auf. Mehrere hundert Liter Diesel liefen auf die Fahrbahnen. Beim Ausweichen unter den Auflieger gefahren Kurz nach dem Zusammenprall bei strömendem Regen näherte sich mit augenscheinlich hoher Geschwindigkeit der Fahrer eines in München zugelassen BMW. Um einen Zusammenstoß mit dem Mercedes zu vermeiden, lenkte der Fahrer nach rechts, fuhr unter den Auflieger eines weiteren Lkws und schleuderte dann gegen die Leitplanke. Dabei wurde der Fahrer des BMW lebensgefährlich verletzt. Er musste sofort in ein Krankenhaus gebracht werden. Aufgrund der großen Menge ausgelaufenen Kraftstoffs dauerten die Aufräumarbeiten die ganze Nacht an. Bis 3 Uhr war die A2 komplett gesperrt, es bildete sich ein langer Stau. Einige Autos mussten abgeschleppt werden, weil die Batterien im langen Stau aufgegeben hatten. Viele der Autofahrer waren während des Staus eingeschlafen. Weiterer Unfall auf der Gegenfahrbahn Kurz nach dem ersten Unfall knallte es dann auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung Hannover. Dort prallten drei Pkw ineinander. Die Insassen wurden ebenfalls verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Für die Aufräumarbeiten war auch diese Spur kurze Zeit voll gesperrt. Auch am Donnerstagmorgen läuft der Verkehr in Richtung Dortmund noch nicht rund. Um sieben Uhr waren es bereits zehn Kilometer Stau. Bislang ist nur der Standstreifen, sowie die rechte Spur befahrbar. Die Aufräumarbeiten dauerten laut Polizei bis kurz nach 12 Uhr. Seitdem ist die Autobahn in Richtung Dortmund wieder frei.

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