Symbolbild. - © Andreas Frücht
Symbolbild. | © Andreas Frücht

Bielefeld CDU in Bielefeld: „Paprika-Koalition setzt Bielefelds Zukunft aufs Spiel“

Kritik: Wachstum gefährdet, weil Flächen für Betriebe und Wohnungen fehlen

Bielefeld. "Das ostwestfälische Oberzentrum boomt: Noch nie gab es in Bielefeld so viel Beschäftigte, die Arbeitslosenquote ist erstmals unter sieben Prozent gesunken", betont die CDU. Doch sie befürchtet, dass die positive Entwicklung abrupt enden könnte. "Es gibt keine Flächen, auf denen sich Betriebe erweitern oder neu ansiedeln können", heißt es in einer Presseerklärung. In der attackiert die CDU massiv die Paprika-Koalition. "Sie setzt die Zukunft unserer Stadt aufs Spiel", kritisiert CDU-Fraktionschef Ralf Nettelstroth die nach seiner Ansicht "unnachgiebige Blockadehaltung" von SPD, Grünen, Bürgernähe und Piraten. Die Zahlen, die die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WEGE im Jahresbericht 2017 vorgelegt hat, seien deprimierend: "Im vorigen Jahr gab es 80 Anfragen nach Gewerbeflächen, davon die Hälfte aus Bielefeld. Ganze zwölf konnten bedient werden", so Nettelstroth: "Die Lage hat sich aktuell noch verschärft. Bis Ende Juni gab es 32 Anfragen, davon 23 von Bielefelder Firmen. Zum Zuge kam keine einzige: Alle Flächenreserven sind weg." Damit verspiele Bielefeld Chancen auf ein stetiges Wachstum, neue Arbeitsplätze und Wohlstand für die Bevölkerung. Holger Nolte, Sprecher der CDU im Stadtentwicklungsausschuss: "Seit Jahren weist die CDU immer und immer wieder auf den Missstand hin. Wir laufen aber mit unseren Anfragen und Anträgen gegen eine Betonwand." Nettelstroth appelliert deshalb an die kritisierte Ratsmehrheit, "die Bremsen zu lösen und endlich eine weitsichtige Flächenpolitik zu betreiben. Das gilt für den Wohnungsbau. Bei einer Leerstandsquote von 0,3 Prozent nimmt der Wohnungsmangel nicht mehr hinzunehmende Ausmaße an. Es muss endlich gehandelt werden."

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