Laut der Landesregierung wurde jeder achte Feuerwehrmann und Rettungsdienstmitarbeiter 
in Nordrhein-Westfalen innerhalb von 12 Monaten Opfer von 
körperlicher Gewalt. - © Symbolfoto: picture alliance
Laut der Landesregierung wurde jeder achte Feuerwehrmann und Rettungsdienstmitarbeiter
in Nordrhein-Westfalen innerhalb von 12 Monaten Opfer von
körperlicher Gewalt. | © Symbolfoto: picture alliance

Bielefeld Gewaltbilanz der Feuerwehr Bielefeld: Anstieg der Angriffe gegen Einsatzkräfte

Jens Reichenbach
Christine Panhorst

Bielefeld. Kräfte von Feuerwehr sowie von Rettungsdienst und den darin eingebundenen Hilfsorganisationen sind bei ihren Einsätzen immer wieder auch körperlichen Angriffen ausgesetzt. Fünfmal registrierte das Feuerwehramt der Stadt Bielefeld seit Anfang des Jahres bereits Gewalttätigkeiten gegen Retter im Einsatz. Auch wenn die Zahlen sich noch im einstelligen Bereich bewegen, so steigen sie doch an. 2015 sind drei Fälle registriert worden, 2016 waren es zwei, 2017 meldeten die Retter der Stadt bereits neun Fälle. In diesem Jahr könnte die Summe erstmals zweistellig werden. Auch in den Krankenhäuser steigt die Gewalt gegen das Personal spürbar Die Betroffenen oder die Stadt haben in all diesen Fällen Strafanzeige gestellt, heißt es in einer Antwort der Verwaltung an die Mitglieder des Gesundheits- und Sozialausschusses. Die CDU-Fraktion hatte nach den Gewalttätigkeiten gegenüber Rettungspersonal in Bielefeld gefragt. 2017 ist es immerhin schon zu zwei Verurteilungen gekommen. Die tätlichen Angriffe auf Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und Hilfsorganisationen werden in Bielefeld seit 2015 erfasst. Nicht erfasst wird hingegen die große Zahl der Pöbeleien, Beleidigungen und Bedrohungen.Wie berichtet, nimmt die Gewaltbereitschaft der Patienten derzeit spürbar auch gegenüber denjenigen zu, die ihnen nur helfen wollen. Auf diese Entwicklung reagierte inzwischen auch die Notaufnahme des Evangelischen Klinikums Bethel. Seit Anfang des Jahres werden in den Notaufnahmen des EvKB alle Übergriffe protokolliert. Im Januar war es im "Klösterchen" (Franziskus-Hospital") sogar zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen, nachdem aufgebrachte und aggressive Familienmitglieder nach dem Tod eines Angehörigen das Klinikpersonal bedroht hatten.

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