Die beiden Bielefelder Therapieesel Pedro und Carla haben bald kein Zuhause mehr. Der Hof an der Bodelschwinghstraße ist dem Verein Natursinn überraschend gekündigt worden. - © Archivfoto Wolfgang Rudolf
Die beiden Bielefelder Therapieesel Pedro und Carla haben bald kein Zuhause mehr. Der Hof an der Bodelschwinghstraße ist dem Verein Natursinn überraschend gekündigt worden. | © Archivfoto Wolfgang Rudolf

Bielefeld Standort gekündigt: Bielefelder Therapie-Esel suchen dringend ein neues Zuhause

Carla und Pedro vom Verein Natursinn helfen seit 11 Jahren Kindern und Erwachsenen

Bielefeld. Nach über zehn Jahren ist dem Verein Natursinn sein kleiner Hof an der Bodelschwinghstraße gekündigt worden. Nun sucht Sandra Thyke einen neuen Unterschlupf, in dem auch die beiden wichtigsten Mitarbeiter Platz finden. "Unsere beiden Esel Carla, eine Stute und Ihr Kollege Pedro, ein Wallach, sind für die tiergestützte Arbeit ausgebildet dementsprechend ruhig, neugierig und liebevoll. Die beiden Langohren begleiten seit über 11 Jahren Angebote wie Trekking und Ferienaktionen. Mit den beiden konnte man zudem einen "Eselführerschein" machen. Nachfrage ist groß Tiergestützte Pädagogik nennt sich das, was Therapeutin Sandra Thyke mit ihren vierbeinigen Helfern anbietet. Ein Angebot, das Kinder mit Einschränkungen entspannen und stark machen, sie Geduld und liebevolles Miteinander lehren soll. Was die beiden Esel dafür qualifiziert, ist ihre nahe geistige Verwandtschaft mit der Katze: Sie lassen sich nicht drängeln, reagieren nur auf höfliche Ansprache und bestrafen Ungeduld mit dem vorläufigen Ende jeglicher Zusammenarbeit. "Die Nachfrage nach unseren tiergestützten Angeboten ist hoch, deshalb würden wir die tiergestützte Therapie gern weiter anbieten", sagt Thyke. Gesucht wirdein Gelände mit Stall (12 bis 16 Quadratmeter) oder der Möglichkeit, einen Stall umzubauen oder zu errichten. Es sollte einen trockenen Vorplatz (Beton, Stein, Sand) und eine einer Weide oder sonstige Bewegungsfläche von mindestens 400 Quadratmetern geben. Weil Esel Wüstentiere sind, benötigen sie einen trockenen Untergrund und nicht dringlich eine Weide zum Grasen. Gelände mit Stall gesucht "Gras ist nicht die passende Nahrung für ein Wüstentier, hier sind Heu, Stroh, Stöcker und Kräuter besser. Trotzdem ist eine Weide natürlich kein Hinderungsgrund.Ein Stromanschluss für das Weidegerät sowie ein Wasseranschluss für die Tränke wären sehr vorteilhaft." Außerdem benötigt der Verein eine Möglichkeit, Heu und Stroh in der Nähe trocken zu lagern. "Unser Bauwagen, der für Elterngespräche und teilweise kleine Teams einen adäquaten Ort bietet, sollte ebenfalls einen Platz auf dem Gelände finden." Wer helfen möchte, wendet sich an Sandra Thyke, Tel. (01 76) 96 36 45 54 oder thyke@natursinn-bielefeld.de

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