Fußballspieler und Geschäftsmann: Tom Schütz (l.) hat mit Matthias Niedergassel eine Physiopraxis übernommen. - © Wolfgang Rudolf
Fußballspieler und Geschäftsmann: Tom Schütz (l.) hat mit Matthias Niedergassel eine Physiopraxis übernommen. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Arminia-Spieler Tom Schütz steigt bei Bielefelder Physiopraxis ein

Inhaberwechsel: DSC-Mittelfeldmotor wird Teilhaber bei Jagdfreund

Bielefeld. So sieht wohl ein Bekenntnis zur Wahlheimat aus: Arminia-Spieler Tom Schütz ist jetzt Teilhaber einer Praxis für Physio- und Schmerztherapie. "Ortho Reha Bielefeld" lautet der neue Name des ehemaligen "Ortho Training" im Bernstein-Haus an Niederwall und Jahnplatz. Matthias Niedergassel hat die bestehende Praxis zum 1. April von Sabine Kropp-Streitbörger übernommen. Tom Schütz und Matthias Niedergassel sind Geschäftspartner - und Freunde. Sie verbindet ein eher außergewöhnliches Hobby: Die beiden 30-Jährigen sind passionierte Jäger. Von Kindheit an ist Schütz bei der Jagd dabei gewesen: Opa, Vater, Onkel, Brüder - der gebürtige Franke stammt aus einer Jägerfamilie. Als der Mittelfeldmotor vom SV Babelsberg 2011 zum DSC wechselte, habe er Anschluss in Revieren gesucht und Niedergassel dort kennengelernt. "Jagen ist ein guter Ausgleich für den hektischen Fußballalltag", sagt Schütz. Schütz studiert Sportbusiness Wenn die beiden quasi wöchentlich losziehen, geht's beim Plaudern dann neuerdings auch um?s Geschäft, logisch. Niedergassel, ausgebildeter Physiotherapeut, ist seit 2013 selbstständig. Er hat seine Hauptpraxis in Gütersloh-Isselhorst. Fünf Mitarbeiter kümmern sich wochentags um Kunden im Bernstein-Haus, Niedergassel selbst werde auch oft vor Ort sein, etwa für Sprechzeiten. "Neben klassischer Physiotherapie liegt der Fokus auf der Behandlung von Rückenschmerzpatienten und operativer Nachsorge." Acht Behandlungsräume plus Gerätefläche stünden auf rund 210 Quadratmetern zur Verfügung. Umfassend solle nun renoviert werden, im Mai stehe eine Mini-Neueröffnung an, berichtet Niedergassel. Während des Renovierens bleibe der Betrieb aber geöffnet. Tom Schütz bleibt unterdessen als Mitbesitzer - er hält 50 Prozent der Geschäftsanteile - hinter den Kulissen. Betriebswirtschaftlich könne und wolle er sich aber zukünftig einbringen: Als Sportbusiness-Student an einer Fern-Uni lege er gerade Grundlagen fürs Berufsleben nach der Karriere im Profifußball.

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