Stehen vor der Sperre: Auf lichten Wegen darf man wandern, in Wäldern aber aktuell nicht. - © Barbara Franke
Stehen vor der Sperre: Auf lichten Wegen darf man wandern, in Wäldern aber aktuell nicht. | © Barbara Franke

Bielefeld Verärgert: Bielefelder gehen trotz Verbots in den Wald

Erhard Oehle vom Regionalforstamt warnt vor Leichtsinn beim Spaziergang, Jogging oder Gassigehen mit Hunden. Baumkronen seien labil, dicke Äste angebrochen

Alexandra Buck
Dennis Rother

Bielefeld. Leichter Schneefall, klare Luft, klirrende Kälte: Gutes Wetter für Winterspaziergänge, dachten sich am Wochenende viele Bielefelder. Die Wälder dürfen laut Regionalforstamt wegen Sturmschäden durch "Friederike" indes bis 15. Februar nicht betreten werden. Dass das Verbot manchen ärgert, versteht Erhard Oehle. Der Leiter des hiesigen Forstbezirks betont aber: Dass Waldwege derzeit sicher sind, ist "ein fataler Irrglaube". Im Baumbestand lauern Gefahren Auch wenn etwa die Osningstraße samt Leitplanken wieder "picobello" sei, schon 100 Meter in den Baumbestand hinein lauern Gefahren, so Oehle. "Baumkronen sind labil, Äste liegen auf anderen Ästen, drohen runterzufallen." Ohne großflächige Sperrungen geht's nicht, so Revierförster Oehle. Zu viel Nässe seit Herbst 2017 habe die Sturmschäden mitverursacht: Der Boden sei aufgeweicht. "Selbst Kiefern in der Senne hat's umgerissen, obwohl deren Pfahlwurzeln zwei Meter in die Erde ragen." Oehle hofft auf mehr Frost, "das Wasser muss aus dem Wald". Harter Boden bedeute auch Halt bei den Aufräumarbeiten. Auf Feldwege ausweichen Bis alles wieder frei ist, könnten die Bürger auf Feld- und Wiesenwege ausweichen. "Davon haben wir viele schöne." Ab dem heutigen 5. Februar ist zumindest der Waldfriedhof Sennestadt wieder geöffnet. Einige Bereiche bleiben allerdings laut Stadt noch gesperrt. Dort gehen nach den von Sturmtief „Friederike" verursachten Schäden weiterhin Gefahren von Nachbargrundstücken aus. Insgesamt werden die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten noch mehrere Wochen dauern.

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