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Das geliehene E-Bike liegt unter dem Lastwagen, der 57-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus transportiert. - © Wolfgang Rudolf
Das geliehene E-Bike liegt unter dem Lastwagen, der 57-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus transportiert. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Schwerer Unfall: Radfahrer gerät an Ritterstraße unter Lieferwagen

Mann muss mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gefahren werden

Jens Reichenbach
02.02.2018 | Stand 02.02.2018, 15:51 Uhr

Bielefeld. Schwerer Unfall in der Altstadt. Ein Radfahrer (57) ist am Freitagmorgen bei dichtem Schneetreiben gegen 9.20 Uhr an der Ritterstraße (Höhe Goldstraße) samt seinem Mietfahrrad unter einen Lastwagen geraten. Wie Polizeisprecher Michael Kötter mitteilte, wurde der Bielefelder dabei schwer verletzt. Überrollt wurde er aber nicht. "Wahrscheinlich hatte der Radfahrer Glück, dass der Lastwagen den Mann wegen des Schneematsches auf der Fahrbahn vor sich hergeschoben hat", sagte ein Polizeibeamter am Unfallort. Laut Kötter war der 57-Jährige mit seinem Elektrobike (E-Bike) auf der Notpfortenstraße in Richtung Goldstraße unterwegs. Auf Höhe Ritterstraße muss er bei dem starken Schneefall den von rechts kommenden Kleinlastwagen mit Auflieger missachtet haben, berichtet der Polizeisprecher. Regelmäßig Beinaheunfälle mit Radlern Der 23-jährige Bielefelder am Steuer des Iveco-Lastwagens konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten. Er erfasste das Rad samt Fahrer. Beide kamen noch vor der Stoßstange des schweren Fahrzeugs zum Stillstand. Ein Anrainer berichtete, dass sich an der Kreuzung Ritter- / Notpfortenstraße ständig Beinaheunfälle mit Radlern ereigneten, weil diese die Rechts-vor-Links-Regel nicht beachteten. "Die fahren da ohne hinzugucken rein. Ich wundere mich, dass da noch nicht mehr passiert ist." Doch der Anrainer gebe den Radlern nicht allein die Schuld: So sei es den Radlern an der Kreuzung erlaubt, die Notpfortenstraße gegen die Einbahnstraße zu benutzen. Das dafür aufgestellte Schild "Fahrrad frei" lasse möglicherweise viele Radler irrtümlich glauben, vorfahrtsberechtigt zu sein.

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