Der Kesselbrink wird mit Spiel- und Sportgeräten aufgewertet. - © Archivfoto Andreas Frücht
Der Kesselbrink wird mit Spiel- und Sportgeräten aufgewertet. | © Archivfoto Andreas Frücht

Bielefeld Bielefelder Kesselbrink bekommt Großspielgerät im späten Herbst

Neue Attraktion: Auftrag ist vergeben, aber Details und Statik müssen noch geprüft werden. Gitter und Chilldecks an der Skater- und BMX-Anlage sind installiert

Joachim Uthmann

Bielefeld. Der Rasen auf dem 2012 neugestalteten Kesselbrink kümmerte schnell und musste ausgetauscht werden. Neuer Rasen wuchs aber nicht an. Mit der ausführenden Firma geriet die Stadt in Rechtsstreit. Weil sie mittlerweile aber ein neues Konzept verfolgt, um den Platz aufzuwerten, strebt die Stadt eine Lösung an, die das Rasenproblem umgeht: Eine befestigte Fläche mit Großspielgeräten. Doch damit ist frühestens im späten Herbst zu rechnen. Für die aktuelle Sommersaison sind die neuen Attraktionen noch nicht zu erwarten. Immerhin sei für das Großspielgerät mit einer Kletternetzkonstruktion jetzt der Auftrag erteilt worden, bestätigte Jürgen Bültmann, kaufmännischer Leiter des Immobilienservicebetriebs. Die Firma habe aber derzeit Betriebsferien. Und danach müssten Details und Statik noch abgestimmt werden. Problem auf dem Kesselbrink ist, dass alle Aufbauten mit der Konstruktion der darunterliegenden Tiefgarage kompatibel sein müssen. Die Gesamtanlage, die rund 895.000 Euro kosten soll, wird in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt. Die Fläche wird mit einem grün eingefärbten Kunststoffbelag bezogen, der als Hügellandschaft ausgebildet wird, sehen die Pläne des Büros Lützow 7 (Berlin) vor. Dies solle verhindern, dass dort Fuß- oder Basketball gespielt wird. Denn die Spielgeräte sollen für Kinder und Jugendliche vorbehalten sein. Getragen wird das Großspielgerät von einem gelben Stahlrohrgestell. Daran hängen Rutschen, Schaukeln, Hangelseile, Pendelsitze, Hüpf- und Balanciermembranen, zählte Planer Olaf Staack die Elemente bei seinem Bericht in der Bezirksvertretung Mitte auf. Die maximale Höhe der Konstruktion liege bei 2,90 Metern. Weiterer Baustein und ein Anziehungspunkt vor allem für Erwachsene soll die neue Calisthenics-Anlage werden, die zum Trainieren an Reckstangen, Sprossen, Klimmzug-stangen, Hangelleiter, Doppelbarren, Schrägbank und Crossfitbar einlädt. Die Anlage soll sogar für Wettkämpfe tauglich sein. Die Ratsgremien hatten das Konzept im März nach einiger Diskussion beschlossen. Einige Politiker lobten es gar als „großen Wurf", andere finden es zu teuer. Die Stadt muss 195.000 Euro der Kosten selbst tragen. In Planung sind noch zwei 14 Meter lange Boulefelder oberhalb des Nochrasens auf dem Plateau unter den Bäumen sowie zusätzliche Bänke auf der Südseite. Bereits zum größten Teil umgesetzt sind Aufwertungen an der Skater- und BMX-Anlage. Hier schützt jetzt ein festes Geländer Kinder davor, auf die schnell befahrenen Bahnen zu laufen. Für die Sportler sind Holzdecks und Bänke zum Chillen angelegt, Mulchflächen wurden gepflastert, so dass weniger Schmutz auf die Bahnen gelangt. BMX-Meister Benjamin Kopp: „Das ist sehr positiv". Schließfächer hat die Stadt installieren lassen, sie sind aber noch nicht in Betrieb. Und Kopp wünscht sich eine wellige „Pumptrack"-Bahn, auf der Kids mit ihren Rädern üben könnten.

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